So reicht ein Fernglas schonKomet über Deutschland! So seht ihr ihn am Nachthimmel

Ein Blick zum Firmament lohnt sich in diesen Tagen besonders. Dort zieht ein Himmelskörper mit Schweif seine Bahn und kann auch von Deutschland aus verfolgt werden. Ein Experte verrät, worauf man achten muss, um den Kometen nicht zu verpassen.
In den frühen Morgenstunden lässt sich bei klarer Sicht derzeit deutschlandweit ein Komet beobachten. Schon ein herkömmliches Fernglas reiche dazu aus, man müsse jedoch einige Dinge beachten, sagte Uwe Pilz, Vorsitzender der Vereinigung der Sternfreunde (VdS) mit Sitz im hessischen Bensheim.
Am wichtigsten sind demnach Zeit und Ort: Am besten sei der Komet mit dem Namen „C/2025 R3“ - auch „PANSTARRS“ genannt - 90 Minuten vor Sonnenaufgang flach über dem östlichen Horizont zu sehen. „Man findet den Kometen aber nicht einfach so, man braucht eine Sternenkarte“, betont Pilz.
Mittlerweile könne man solche Kometen auch über Apps finden, wenn man ihre genaue Bezeichnung kenne. Auf der Website der Sternfreunde sind die Koordinaten zu finden, die mit zu vernachlässigenden Abweichungen deutschlandweit gelten.
„Auf den ersten Blick sieht der Komet wie ein unscharfer Stern aus, bei klarem Himmel ist aber vielleicht auch der Schweif erkennbar“, erklärte Pilz. Die Sicht auf ihn werde aber von Tag zu Tag schlechter, weil er sich der Sonne nähert. Am Wochenende und Anfang nächster Woche sollte er aber noch sichtbar sein.
Für einen Kometen fliegt „C/2025 R3“ sehr nah an der Erde vorbei. Am nächsten kommt er der Erde am 26. April, dann ist er nur etwa halb so weit von unserem Planeten entfernt wie die Sonne. In Deutschland sei er dann aber schon nicht mehr zu sehen. Die mittlere Entfernung der Erde zur Sonne beträgt etwa 150 Millionen Kilometer.
Verwendete Quellen: abe/dpa


