„Das ist das Schwierigste!”Nach Hantavirus-Ausbruch auf Kreuzfahrtschiff gefangen! Passagier meldet sich unter Tränen

Der US-Reiseblogger Jake Rosmarin ist derzeit auf der MV Hondius.
Der US-Reiseblogger Jake Rosmarin ist derzeit auf der MV Hondius.
Instagram/jakerosmarin

Das Drama nimmt kein Ende!
Ein Hantavirus-Ausbruch hält seit Tagen die Passagiere auf dem Expeditions-Kreuzfahrtschiff MV Hondius gefangen. Drei Menschen sind bereits gestorben, weitere kämpfen mit akuten Atemwegsbeschwerden. Nun meldet sich ein Passagier zu Wort, der das Drama auf dem Atlantik hautnah miterlebt.

Auf der MV Hondius im Atlantik herrscht Ausnahmezustand

Der US-Reiseblogger Jake Rosmarin (@jakerosmarin) wollte auf der MV Hondius „das größte Abenteuer seines Lebens” bestreiten, wie er zu einem Instgram-Video schreibt. Geplant war es, mit dem Expeditions-Schiff 35 Tage lang „eine Reise zu einigen der abgelegensten Inseln der Welt” zu bestreiten.

Doch nun sitzt der Reiseblogger auf dem kleinen Kreuzfahrtschiff fest. Denn nach einem Ausbruch des Hantavirus und drei Todesfällen verläuft die Abenteuerreise nicht mehr wie geplant. Wie die Reederei Oceanwide Expeditions in einer Pressemitteilung schreibt, arbeite man „eng mit lokalen und internationalen Behörden zusammen”. Außerdem habe man an Bord „strenge Vorsichtsmaßnahmen getroffen, darunter Isolationsmaßnahmen, Hygieneprotokolle und medizinische Überwachung”.

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Er meldet sich unter Tränen! US-Reiseblogger ist auf MV Hondius gefangen

Eine Ausnahmesituation für Besatzung und Passagiere, wie Jake Rosmarin in einem Instagram-Statement zur Situation an Bord der MV Hondius schildert. In dem Video sitzt er mit Tränen in den Augen in seiner Kabine und erzählt: „Ich befinde mich derzeit an Bord der MV Hondius, und was gerade geschieht, ist für uns alle hier sehr real.”

Über die Situation zu sprechen, in der sich Rosmarin derzeit befindet, fällt ihm sichtlich schwer. „Es herrscht große Unsicherheit, und das ist das Schwierigste”, schildert er weiter. „Alles, was wir im Moment wollen, ist, uns sicher zu fühlen, Klarheit zu haben und nach Hause zu kommen.”

Trotz all der Unsicherheit, die den Blogger derzeit umgibt, sei er jedoch dankbar, „dass Oceanwide Expeditions und die gesamte Besatzung an Bord diese Situation nach besten Kräften gemeistert haben”, heißt es in dem kurzen Text, der das Instagram-Video begleitet.

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Oceanwide Expeditions prüft nach Hantavirus-Ausbruch weiteres Vorgehen

Laut der Pressemitteilung von Oceanwide Expeditions sei die ernste Situation an Bord der MV Hondius durch den Tod eines nierderländischen Passagiers am 11. April ausgelöst worden. Rund zwei Wochen später sei nach der Rückreise auch die Frau dieses Passagiers gestorben. Am 2. Mai sei dann ein Deutscher an Bord der MV Hondius gestorben.

Weiter heißt es in der Mitteilung, dass sich ein Passagier derzeit „in einem kritischen, aber stabilen Zustand” in einem Krankenhaus in Johannesburg (Südafrika) befinde und dass mittlerweile auch „zwei Besatzungsmitglieder an Bord mit akuten Atemwegsbeschwerden” zu kämpfen hätten, „eines mit leichten und eines mit schweren Symptomen”.

Derzeit treffe man „Vorbereitungen für eine mögliche medizinische Rückführung und die nächsten Schritte”. „Als Anlegehäfen für die Ausschiffung werden derzeit Las Palmas oder Teneriffa in Betracht gezogen, wo weitere medizinische Untersuchungen und Maßnahmen durchgeführt werden könnten”, so die Reederei. Oceanwide Expeditions stehe „in engem Kontakt mit den direkt Betroffenen und ihren Familien und leistet, wo immer möglich, Unterstützung”.

Verwendete Quellen: Instagram/jakerosmarin, Pressemitteilung Oceanwide Expeditions