Brantner und Banaszak treten wieder anGrünen-Duo will zweite Amtszeit

Franziska Brantner, Bundesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen, spricht neben Felix Banaszak, Bundesvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen, während einer Pressekonferenz. (zu dpa: «Banaszak und Brantner kandidieren wieder für Grünen-Spitze») +++ dpa-Bildfunk +++
Unter Brantner und Banaszak zeigen die Grünen eine weitgehend stabile Performance.
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Von ihren Umfragenhochs vor einigen Jahren sind die Grünen ein gutes Stück entfernt. Aber die Partei ist unter Führung der Vorsitzenden Brantner und Banaszak stabil. Die beiden wollen ihren Kurs fortsetzen und kandidieren im Dezember erneut für ihre Ämter.

Das Grünen-Führungsduo Franziska Brantner und Felix Banaszak strebt eine zweite Amtszeit an. Das teilen die Grünen-Chefs nach Informationen der „Süddeutschen Zeitung“ (SZ) in Nachrichten an die Grünen-Basis mit. „Ich kandidiere erneut als euer Bundesvorsitzender, um mit euch allen unsere Partei für die nächste Bundestagswahl aufzustellen“, schreibt Banaszak in einer Nachricht an seine Unterstützer. Auch Brantner kündigt ihre erneute Kandidatur in einer E-Mail an. Sie bewerbe sich „gemeinsam mit Felix erneut um den Co-Vorsitz unserer Partei“. Zur Wiederwahl stellen müssen sich die Vorsitzenden auf der Bundesdelegiertenkonferenz vom 4. bis 6. Dezember in Berlin.

Die Grünen-Chefs sehen ihre Partei auf Kurs, aber auch vor schwierigen Aufgaben. Banaszak attestiert den Grünen „eine neue Kampagnenfähigkeit und Dynamik“, aber auch weiteren Reformbedarf. Er wolle die „ausstehenden Bausteine einer grünen Erneuerung“ angehen. Die Partei müsse immer versuchen, „das ganze Bild zu sehen und nicht nur den Teil, der in die eigene Agenda passt“. Aufgabe der Grünen sei es zudem, den tiefen Vertrauensverlust zu bekämpfen, „der unser politisches System, die politischen Parteien, ihre Vertreterinnen und Vertreter erfasst hat. Auch uns.“ Die Vertrauenskrise werde „von Woche zu Woche größer, wenn wir nicht umsteuern“.

Brantner erklärte laut SZ, die Grünen müssten „die zentrale Kraft“ sein, „die Orientierung gibt und eine Vision nach vorne entwirft“. Die Grünen wollten der Klimakrise „mit Ideen und Teilhabe begegnen“, aber auch „die Vermögensungleichheit angehen“. Ziel sei es etwa, große Vermögen zu begrenzen. Kritisch hinterfragen müssten die Grünen ihren Umgang mit der AfD. Empörung allein habe die AfD nicht kleiner gemacht, schreibt Brantner. Die Grünen müssten daraus lernen und besser werden „in der Art, wie wir Politik machen: näher an den Problemen, die Menschen im Alltag haben, ohne erhobenen Zeigefinger“.

Brantner und Banaszak führen die Grünen seit November 2024. In diesem Jahr erzielte die Partei vor allem im Südwesten und in Sachsen-Anhalt Erfolge: Die Landtagswahl in Baden-Württemberg gewann die Partei mit 30,2 Prozent knapp vor der CDU, Cem Özdemir wurde Ministerpräsident. In Sachsen-Anhalt konnte die Partei von 5,9 auf 8,9 Prozent zulegen. Im aktuelle RTL/ntv-Trendbarometer kommen die Grünen bundesweit auf 17 Prozent. Im Vergleich zu Vorwoche müssen sie einen Prozentpunkt abgeben.

Verwendete Quellen: als/dpa