Tragischer Unfall in Österreich Ex-BayernLB-Vorstand Gerhard Gribkowsky (68) tödlich verunglückt

Für ihn kommt jede Hilfe zu spät!
Der ehemalige BayernLB-Vorstand Gerhard Gribkowsky ist bei einem Motorradunfall in Österreich ums Leben gekommen. Der 68-Jährige wurde einst durch einen millionenschweren Formel-1-Korruptionsskandal bekannt. Die Polizei hat die Berichte über seinen tödlichen Unfall jetzt gegenüber RTL bestätigt.
Gerhard Gribkowsky stirbt bei Motorradunfall in Österreich
Ein tragischer Unfall kostet ihn das Leben! Der ehemalige BayernLB-Vorstand Gerhard Gribkowsky ist im Alter von 68 Jahren bei einem Motorradunfall in Österreich tödlich verunglückt. Das berichtet das manager magazin unter Berufung auf die Bild-Zeitung und weitere Medien. Die Polizei hat die Medienberichte im Gespräch mit RTL bestätigt.
Demnach ereignete sich das Unglück bereits rund zwei Wochen zuvor an einem Sonntagnachmittag auf einer Bundesstraße bei Schwarzau im Gebirge in Österreich. Nähere Einzelheiten zum Unfallhergang gehen aus dem Bericht nicht hervor.
Gerhard Gribkowsky wurde durch Formel-1-Korruptionsskandal bekannt
Gribkowskys Name sorgte vor allem Anfang der 2010er-Jahre für Schlagzeilen. Der frühere Topbanker stand im Mittelpunkt eines millionenschweren Korruptionsskandals rund um die Formel 1 und deren damaligen Chef Bernie Ecclestone (95).
Die Bayerische Landesbank hatte 2002 Anteile am milliardenschweren Formel-1-Geschäft erworben. Vier Jahre später verkaufte Gribkowsky als Risikovorstand der BayernLB diese Beteiligungen an den Finanzinvestor CVC Capital.
Dabei kassierte er heimlich 44 Millionen US-Dollar von Ecclestone. Nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft sollte das Geld sicherstellen, dass die Formel-1-Anteile an den gewünschten Investor verkauft wurden.
Ecclestone selbst stellte sich damals als Opfer dar. „Ich bin oft bedroht worden in meinem Leben, aber so raffiniert wie von Gribkowsky noch nie“, behauptete der Formel-1-Boss. Die Staatsanwaltschaft bezweifelte diese Darstellung allerdings erheblich.
Ex-BayernLB-Manager musste für achteinhalb Jahre ins Gefängnis
Der Korruptionsskandal hatte für Gribkowsky schwerwiegende Folgen. Im Januar 2011 kam er ins Gefängnis. Nach 45 Verhandlungstagen legte er im Juni 2012 schließlich ein Geständnis ab und belastete damit auch Ecclestone.
Das Landgericht München verurteilte den früheren Banker 2012 wegen Bestechlichkeit, Untreue und Steuerhinterziehung zu achteinhalb Jahren Haft. Doch die juristischen Auseinandersetzungen gingen weiter. Das Medienunternehmen Constantin Medien verklagte Ecclestone und Gribkowsky auf 171 Millionen Dollar Schadensersatz. Die BayernLB forderte von Ecclestone später sogar 416 Millionen Dollar.
Im Oktober 2013 wurde Gribkowsky Freigänger. Im März 2016 kam er schließlich vorzeitig aus der Haft, die restliche Strafe wurde zur Bewährung ausgesetzt. Nun ist der frühere Topmanager im Alter von 68 Jahren bei einem Motorradunfall ums Leben gekommen.
Verwendete Quelle: RTL-Recherche, manager-magazin.de


