Suizidversuch des Piloten?Notfallcode 7500! Plötzlicher Entführungs-Alarm im Flugzeug nach Tel Aviv

FlyDubai Boeing 737-800 Flugzeug Flughafen Dubai in den Vereinigten Arabischen Emiraten FlyDubai Boeing 737-800 Flugzeug Flughafen Dubai in den Vereinigten Arabischen Emiraten
Das Flydubai-Flugzeug sendete plötzlich einen Notfallcode (Symbolbild).
IMAGO/Zoonar

Wurde hier etwas viel Schlimmeres verhindert?
Ein Flydubai-Flug von Dubai nach Tel Aviv sendet am Morgen den Notfallcode 7700, kurz darauf folgt Code 7500 – Entführungsalarm! Israel lässt Kampfjets aufsteigen. Jetzt gibt es einen dramatischen Verdacht: Es war keine Entführung. Einer der Piloten könnte versucht haben, sich während des Fluges das Leben zu nehmen.

Israelische Medien sprechen von Suizidversuch des Piloten

Ein Notsignal, ein heftiger Sinkflug und plötzlich steigen Kampfjets auf. Flydubai FZ1073 ist am Mittwoch mit 174 Passagieren (darunter viele Kinder) auf dem Weg von Dubai nach Tel Aviv, als die Maschine zunächst Code 7700 und danach 7500 sendet. Letzterer steht für einen möglichen unrechtmäßigen Eingriff an Bord, etwa eine Entführung.

Israel reagiert sofort, schickt Kampfjets los und stoppt laut Bild vorübergehend Abflüge am Flughafen Ben Gurion. Am Ende landet die Boeing sicher in Tabuk in Saudi-Arabien. Und es gibt Entwarnung.

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Inzwischen bekommt der Vorfall aber eine neue Dimension: Israelische Medien berichten unter Berufung auf erste Erkenntnisse, einer der Piloten könnte versucht haben, sich das Leben zu nehmen. Demnach soll er die Maschine in einen extremen Sinkflug gebracht haben. Der zweite Pilot habe eingegriffen und versucht, ihn zu stoppen. Dabei soll es zu einer körperlichen Auseinandersetzung im Cockpit gekommen sein. AP berichtet unter Berufung auf israelische Sicherheitskreise ebenfalls von einer körperlichen Auseinandersetzung zwischen den beiden Piloten.

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Flugzeug verlor schnell an Höhe – war es Absicht?

Für die übereinstimmenden israelische Berichte gab es zunächst keine offizielle Bestätigung. Ein namentlich nicht genannter ranghoher israelischer Regierungsvertreter sagte dem TV-Sender N12 jedoch, es sei eine schwere Katastrophe verhindert worden.

Das israelische Nachrichtenportal ynet berichtete, die Maschine sei steil in die Tiefe geflogen. Einer der Piloten haben den anderen mit Hilfe von Passagieren daran gehindert, das Flugzeug zum Absturz zu bringen. Ein Bild von Bord der gelandeten Maschine soll einen Passagier mit einem blutbefleckten Hemd zeigen. Einer der Piloten habe eine Stichverletzung erlitten. Zunächst war nur von einer Prügelei zwischen den Piloten die Rede gewesen.

Die Flugdaten zeigen zumindest einen ungewöhnlich schnellen Höhenverlust. Laut von CNN ausgewerteten Trackingdaten sinkt die Maschine über Saudi-Arabien innerhalb von gut zwei Minuten von rund 34.000 auf etwa 16.600 Fuß. Ob dieser Sinkflug tatsächlich absichtlich eingeleitet wurde, ist bisher Gegenstand der Untersuchungen.

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Flydubai bestätigt den genauen Ablauf noch nicht

Flydubai selbst bestätigt bislang lediglich einen „Vorfall“ an Bord, die Umleitung nach Tabuk und die sichere Landung. Die Fluggesellschaft arbeite mit den Behörden zusammen und wolle weitere Informationen veröffentlichen, sobald bestätigte Erkenntnisse vorliegen. Einen Suizidversuch hat Flydubai bisher nicht bestätigt. Nach aktuellen Angaben soll Flydubai eine weitere Maschine nach Saudi-Arabien schicken, um die Passagiere abzuholen.

Verwendete Quellen: Bild, AP, DPA