Nachbar erinnert sich ans VerschwindenSteht der Vermisstenfall von „Debbie” Sassen (6) kurz vor der Aufklärung?

Gibt es 30 Jahre später endlich die entscheidende Spur?
Im Februar 1996 verschwindet die sechsjährige Debbie Sassen aus Düsseldorf spurlos. Nachbar Friedrich Barths erlebt das Drama ums Verschwinden des Mädchens hautnah mit, wie auch die neuen Ermittlungen der Polizei, die nun endlich Klarheit bringen sollen.

Gibt es einen neuen Verdächtigen?

In der Nähe von Debbies ehemaligem Zuhause in Düsseldorf herrscht in diesen Tagen wieder rege Aufruhe. Am Montag und Dienstag (25. und 26. Januar) graben dort Ermittler der Polizei in der Erde, um mögliche Hohlräume zu finden. Mehrere Häuser und Wohnungen durchsucht die Polizei und sichert mögliche neue Beweismittel. Und nicht nur das: Auch ein neuer Verdächtiger soll in den Fokus der Beamten gerückt sein. Um wem es sich dabei handelt, dazu äußert sich die Polizei bislang nicht weiter.

Video-Tipp: Seit über sechs Jahre vermisst: Polizei durchsucht Haus von Rebeccas Schwager

Anzeige:
Empfehlungen unserer Partner

„Die waren überall hier”

Es sind neue Polizeimaßnahmen, die Friedrich Barths direkt wieder zurückversetzen zum 13. Februar 1996. Als unmittelbarer Nachbar kennt der heute 78-Jährige das kleine Nachbarmädchen gut, immer wieder geht sie zum Spielen rüber in den Garten der Familie Barths. An jenem Tag im Februar kommt der damalige Omnibusfahrer von der Arbeit zurück und erfährt direkt von Debbies Vater, dass das Mädchen verschwunden ist.

Streaming Tipp
RTL Aktuell
Jetzt auf RTL+ streamen

Wo sind Leiche und Täter?

In den Tagen darauf dreht die Polizei rund um Debbies Zuhause jeden Stein um, erinnert sich Friedrich Barths: „Ich musste zur Polizei mit dem Auto, was ich hatte. Und dann haben die das Auto von oben bis unten auf den Kopf gestellt. Und die sind hier teilweise durch die durch die Gefriertruhen gegangen. Die haben die Gärten auf den Kopf gestellt, die waren überall hier.”

Lese-Tipp: Diese Kleinigkeit überführte den Mörder von Petra Nohl (†24)

Diese Durchsuchungen bleiben jedoch ohne Erfolg, wie auch andere großangelegte Suchaktionen, wie mit Debbies Gesicht auf Milchpackungen. Die Polizei geht schon lange von Mord aus, doch auch 30 Jahre nach dem Verschwinden fehlen noch immer Leiche und Täter.

Polizei zeigt sich optimistisch

Dass die Polizei nun in großem Stil wieder neue Ermittlungen aufgenommen hat, ist nicht ungewöhnlich, wie Cold-Case Experte Christian Soulier erklärt: „Die Zeit spielt manchmal für den Fall. Das heißt, es gibt Leute, die vor 30 Jahren anders gedacht haben wie heute, die heute vielleicht eher in der Lage sind oder gewillt sind, Informationen preiszugeben.”

Streaming Tipp
Vermisst
Jetzt auf RTL+ streamen

Zudem gibt es neue und fortgeschrittene Techniken, die neue Klarheit bringen können. Das erhofft sich auch die Polizei Düsseldorf, wie Pressesprecher Kim Freigang sagt: „Wir hoffen, dass wir da in diesem Fall endlich Licht und Hinweise auf den Verbleib von Debbie bekommen. Sind da auch recht guter Dinge.” (ela)

Verwendete Quellen: Polizei Düsseldorf, Rheinische Post