Drei Maßnahmenpakete geplantDeutsche Bahn will Verspätungsprognosen mit KI verbessern

Die Bahn will die Sicherheit, Sauberkeit und den Komfort für Fahrgäste mit Investitionen verbessern. Doch größtes Sorgenkind bleibt die Verspätung der Züge. Mit KI sollen künftig Fahrplanabweichungen und Anschlussverbindungen genauer kommuniziert werden.
Die Deutsche Bahn will künftig dafür sorgen, dass Fahrgäste auf ihrer Zugreise besser und schneller über Verspätungen, Zugausfälle oder kurzfristige Gleiswechsel informiert werden. Konzernchefin Evelyn Palla will dafür ein neues Sofortprogramm für bessere Kundenkommunikation einführen. Es ist das letzte von insgesamt drei Maßnahmenpaketen, mit denen die Bahn das Reiseerlebnis ihrer Kunden trotz der vielen Verspätungen verbessern will.
Ein erstes Programm für mehr Sicherheit und Sauberkeit an den Bahnhöfen und ein zweites für mehr Komfort in den Fernzügen sind bereits vorgestellt worden. Konkret will der Konzern an vielen Stationen mehr Sicherheitskräfte einsetzen. Für die Sauberkeit soll zudem mehr Reinigungspersonal zur Verfügung stehen. Zudem sollen doppelt so viele Bahnhöfe wie im Vorjahr einen sogenannten Frühjahrsputz erhalten - rund 1400 statt zuletzt 700 Stationen.
Für mehr Komfort im Zug will der Konzern künftig pro Jahr 20 Millionen Euro zusätzlich investieren. Mit dem Geld soll ein verlässlicheres Angebot in den Bord-Restaurants und eine höhere Verfügbarkeit von Anlagen wie Toiletten oder Kaffeemaschinen sichergestellt werden. Das Reinigungspersonal in den Zügen will die Bahn verdoppeln.
„Gerade bei vielen Fahrplanabweichungen ist es wichtig, dass wir unsere Fahrgäste gut informieren und aktuelle, verlässliche und konsistente Daten in den unterschiedlichen Kundenkanälen haben“, sagte Bahnchefin Palla bereits im März - nun wolle sie diesen Plan umsetzen. „Wir müssen hier auch noch mehr als in der Vergangenheit auf Künstliche Intelligenz setzen, insbesondere bei den Verspätungsprognosen können wir da Verbesserungen erzielen.“
Derzeit müssen Fahrgäste oft damit kämpfen, dass sich Prognosen noch während der Fahrt immer wieder ändern - und am Ende niemand genau weiß, wann der Zug nun ankommt und ob die Anschlussverbindung erreichbar ist. Die Pünktlichkeit verbessert sich durch diese Punkte nicht. Bahnchefin Palla hat die Reisenden bereits darauf eingestellt, dass es noch Jahre dauern wird, bis die Züge wieder zuverlässiger unterwegs sind.
Verwendete Quellen: bho/dpa


