Nach Drama im Yellowstone-NationalparkBison schleudert Opa meterhoch durch die Luft – jetzt meldet er sich aus dem Krankenhaus

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Carl Isom-McDaniel in seinem Krankenhausbett.
facebook/bozeman health
von Camilla Koziol

„Er hätte mich töten können.“
Mit diesen Worten blickt Carl Isom-McDaniel aus seinem Krankenhausbett auf den wohl schlimmsten Moment seines Lebens zurück. Der 65-Jährige wurde Anfang Juli im Yellowstone-Nationalpark im US-Bundesstaat Wyoming von einem Bison angegriffen und mehrere Meter durch die Luft geschleudert. Wie die „New York Post“ berichtet, erlitt der Großvater dabei einen vierfachen Oberschenkelbruch.

Plötzlich stürmte der Bison los

Der Angriff ereignete sich am 10. Juli auf dem Bridge Bay Campground. Carl war nach dem Abendessen mit seinem 13 Jahre alten Enkel unterwegs, als sie einen ruhenden Bison bemerkten. Nach seinen Angaben wirkte das Tier zunächst völlig friedlich.
Doch Sekunden später änderte sich alles. Als der Bison aufstand und auf die beiden zulief, schickte Carl seinen Enkel sofort weg und versuchte selbst, das Tier von dem Jungen abzulenken. Er rannte zwischen Bäumen hindurch, doch gegen das Tempo des Bisons hatte er keine Chance. Das Tier erwischte ihn mit voller Wucht und schleuderte ihn mehrere Meter durch die Luft.

„Sie sind viel schneller, als man denkt“

Im Krankenhaus erinnert sich Carl noch genau an den Schockmoment. Besonders die Geschwindigkeit des Bisons habe ihn überrascht. „Sie bewegen sich viel schneller, als man sich vorstellen kann“, schilderte er. Beim Aufprall brach sein Oberschenkelknochen gleich an vier Stellen. Es folgte eine Operation.

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Nationalpark lässt den Bison zum Glück leben

Trotz der schweren Verletzungen empfindet der 65-Jährige vor allem Dankbarkeit. Der Bison hätte ihn nach dem Angriff weiter verletzen können. „Er hätte mich niedertrampeln oder aufspießen können. Er hätte mir das Leben nehmen können. Aber das hat er nicht getan“, sagt Carl.

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Nationalpark greift nicht ein

Ein Fotograf, der den Angriff beobachtete, berichtete, Carl habe nichts getan, um das Tier zu provozieren. Er sei sogar erstaunlich gefasst geblieben und habe trotz der Schmerzen noch Scherze gemacht, während er auf Hilfe wartete.

Der Yellowstone-Nationalpark wird nach dem Vorfall keine Maßnahmen gegen den Bison ergreifen. Die Behörden betonen, dass Wildtiere dort ihrem natürlichen Verhalten folgen. Besucher sollen deshalb stets mindestens rund 23 Meter Abstand zu Bisons halten. Die Tiere können deutlich schneller laufen als Menschen und gelten als unberechenbar.

Verwendete Quellen: New York Post, facebook/bozemanhealth