PETA schaltet Veterinäramt einPonys auf Pferdemarkt geschlagen? Aufnahmen haben jetzt Konsequenzen

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Aufnahmen vom Bietigheimer Pferdemarkt zeigen den Umgang mit mehreren Ponys. PETA hat wegen möglicher Verstöße gegen das Tierschutzgesetz Anzeige erstattet. (Symbolbild)
von Martina Lewinski

Was mussten diese Ponys auf dem Bietigheimer Pferdemarkt erleben?
Videoaufnahmen zeigen Tiere, die offenbar stark unter Stress stehen. Ein angebundenes Pony wirkt panisch, ein anderes richtet sich vor einer Kutsche auf. Besonders schwer wiegt der Vorwurf von PETA: Einige Tiere sollen sogar geschlagen worden sein. Die Tierrechtsorganisation hat Anzeige erstattet – jetzt prüft das Veterinäramt im Landkreis Ludwigsburg die Aufnahmen.

PETA erstattet Anzeige nach Pferdemarkt

Anfang September fand im baden-württembergischen Bietigheim-Bissingen im Kreis Ludwigsburg der traditionelle Bietigheimer Pferdemarkt statt. Pferde und Ponys gehören dort seit vielen Jahren zum Programm. Doch Aufnahmen von der diesjährigen Veranstaltung sorgen nun im Nachhinein für Kritik.

Auf den Videos sind mehrere Ponys zu sehen, die nach Einschätzung der Tierrechtsorganisation PETA stark gestresst wirken. Ein angebundenes Tier gerät offenbar in Panik, ein anderes richtet sich vor einer Kutsche auf. PETA veröffentlichte die Aufnahmen und erstattete wegen möglicher Verstöße gegen das Tierschutzgesetz Anzeige beim zuständigen Veterinäramt.

PETA-Fachreferentin Jana Hoger erhebt schwere Vorwürfe: „Wenn Menschen in aller Öffentlichkeit Pferde schlagen, dann will man nicht wissen, was hinter verschlossenen Türen passiert, wenn niemand hinsieht. Das muss Konsequenzen haben.“

Ob tatsächlich gegen das Tierschutzgesetz verstoßen wurde, muss nun allerdings erst geprüft werden. Das Landratsamt Ludwigsburg bestätigte dem SWR den Eingang der Anzeige. Das übergebene Bild- und Videomaterial werde fachlich und tiermedizinisch ausgewertet. Welche Konsequenzen daraus möglicherweise folgen, hängt nach Angaben des Landratsamts vom Ergebnis dieser Prüfung ab.

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Stadt erfährt durch Video von den Vorwürfen

Für die Stadt Bietigheim-Bissingen kommen die Vorwürfe offenbar überraschend. Zuvor hatte sie noch ein positives Fazit zum diesjährigen Pferdemarkt gezogen. Nach eigenen Angaben erfuhr die Verwaltung erst durch das veröffentlichte Video von den Vorwürfen.

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Die Stadt betont, dass der Pferdemarkt von Tierärzten begleitet worden sei. Diese seien nun ebenfalls gebeten worden, die Situation zu prüfen. Sollten sich Hinweise auf Misshandlungen erhärten, wolle man den Vorwürfen nachgehen und gegebenenfalls Konsequenzen ziehen.

PETA fordert Pferdemärkte ohne Pferde

PETA geht noch einen Schritt weiter und fordert, künftig ganz auf Pferde bei solchen Veranstaltungen zu verzichten. Aus Sicht der Organisation können unter anderem laute Musik, Menschenmengen und die ungewohnte Umgebung für die Tiere eine Belastung darstellen.

Das Landratsamt Ludwigsburg betont, dass die Verantwortung für einen tierschutzgerechten Umgang mit den Tieren grundsätzlich bei den jeweiligen Tierhaltern liegt. Nun wird geprüft, wie die auf den Videos dokumentierten Szenen aus tierschutzrechtlicher Sicht zu bewerten sind – und ob daraus weitere Maßnahmen folgen. ,Instagram/petadeutschland

Verwendete Quellen: SWR, PETA, Stadt Bietigheim-Bissingen, Instagram/petadeutschland