Großeinsatz in DortmundMann schießt auf Polizist und nimmt Kinder als Geiseln

Nordrhein-Westfalen, Dortmund: Die Polizei ist bei einer Bedrohungslage im Einsatz.
Die Polizei ist bei einer Bedrohungslage im Einsatz, bei der ein Polizist angeschossen wurde.
Christoph Reichwein/dpa

Großalarm im Ruhrgebiet!
Im Dortmunder Stadtteil Höchsten hat sich am Dienstagabend ein Mann in einer Wohnung verschanzt. Wie die Bild berichtet, soll der Mann zwei kleine Kinder als Geiseln genommen haben - offenbar seine eigenen. Zuvor schoss er einen Polizisten an.

Dem Bericht zufolge soll es sich bei dem Mann um einen 51-jährigen serbischen Staatsbürger handeln. Zunächst soll er in einem Dortmunder Restaurant mit einem Knüppel randaliert, Gäste bedroht und Pfefferspray versprüht haben. Anschließend sei er mit dem Auto geflüchtet. Offenbar schoss der Täter durch die Scheibe des Wagens auf den Beamten, als die Polizei ihn stoppen wollte.

Der Polizist wurde durch den Schuss leicht verletzt. Eine Schutzweste habe Schlimmeres verhindert, teilte die Polizei mit.

Nordrhein-Westfalen, Dortmund: Die Polizei ist bei einer Bedrohungslage im Einsatz, bei der ein Polizist angeschossen wurde.
Ein Randalierer soll in Dortmund Kinder als Geiseln genommen haben, offenbar seine eigenen.
Christoph Reichwein/dpa

Weiteren Polizeiangaben nach hatte eine Frau am Abend den Notruf gewählt. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte habe ein tatverdächtiger Mann auf den Polizisten geschossen und sich anschließend in eine Wohnung zurückgezogen.

Ein Spezialeinsatzkommando (SEK) ist bei einer Bedrohungslage im Einsatz
Die Polizei ist mit einem Großaufgebot in der Wittbräucker Straße.
Christoph Reichwein/dpa

Ob es sich um seine Wohnung handelt und ob seine Kinder oder seine Ehefrau vor Ort sind, konnte die Polizei zunächst nicht mit Gewissheit sagen. Laut Bild soll der Geiselnehmer drei Kinder haben. Offenbar seien zwei davon aktuell in seiner Gewalt.

Eine Verhandlungsgruppe des SEK ist vor Ort und bemüht sich um Kontakt zu dem Geiselnehmer. Ziel ist es, die Situation friedlich zu lösen und die Kinder zu schützen.

Der Einsatz dauerte am Abend an. (mle/sfu)

Verwendete Quellen: Bild, dpa