Tragödie am Hohen IfenDeutscher stürzt bei Bergtour vor den Augen anderer Wanderer 200 Meter in die Tiefe

Hoher Ifen, Kleinwalsertal, Allgäuer Alpen, Vorarlberg, Österreich
Am Hohen Ifen ist der Mann 200 Meter in die Tiefe gestürzt
picture alliance / imageBROKER / Harry Laub
von Philipp Petersdorff

Ein 56-jähriger Deutscher kehrt nicht mehr von seiner Tour zurück.
Die Wanderung in den Allgäuer Alpen endet tödlich. Der Mann stürzt auf dem Weg zum Gipfel des 2.230 Meter hohen Berges rund 200 Meter über eine Felswand ab. Wie es dazu kam, ist noch unklar.

Andere Wanderer haben das Unglück beobachtet

Andere Bergwanderer müssen mitansehen, wie der 56-Jährige in den Abgrund stürzt. Der Deutsche ist am Donnerstag (27. August) am Hohen Ifen im österreichisch-deutschen Grenzgebiet unterwegs. Nach Angaben der Polizei Vorarlberg will er den Berg besteigen, als er über eine steil abfallende Felswand rund 200 Meter abstürzt.

Wanderer alarmieren sofort die Rettungskräfte

Die Menschen in der Nähe beobachten den Bergunfall und setzen einen Notruf ab. Doch die Einsatzkräfte können dem 56-Jährigen nicht mehr helfen. Sie stellen nur noch seinen Tod fest. Warum der Mann am Hohen Ifen abstürzte, war zunächst unklar. Die Ermittler fanden laut Polizei keine Hinweise auf eine Fremdeinwirkung. Der markante Berg liegt direkt an der deutsch-österreichischen Grenze zwischen Vorarlberg und dem Allgäu.

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Auch zweiter Deutscher stirbt in Vorarlberg

Am selben Tag ereignet sich in Vorarlberg ein weiteres tödliches Bergunglück. Ein 64-jähriger Deutscher stürzt in Lech beim Abstieg von der Göppinger Hütte in Richtung Butzensee. Nach Angaben der Landespolizeidirektion Vorarlberg fällt er rund 70 Meter über einen felsdurchsetzten Hang und stirbt.

Über 100 Tote pro Jahr in den Bergen Österreichs

Tödliche Bergunfälle sind in Österreich keine Seltenheit. Nach Angaben des Österreichischen Kuratoriums für Alpine Sicherheit sterben dort im Zehn-Jahres-Mittel 106 Menschen pro Jahr beim Wandern und Bergsteigen. Unter allen alpinen Sportarten fordert das Wandern damit die meisten Todesopfer.

Verwendete Quellen: dpa, Österreichisches Kuratorium für Alpine Sicherheit