Neue Daten der ArbeitsagenturFast 3 Millionen Deutsche sind jetzt arbeitslos

Symbolbild: Logo der Agentur fuer Arbeit, 20.05.2026 Das Logo der Bundesagentur fuer Arbeit an einem Gebaeude in der Landeshauptstadt Muenchen. Foto: DZBA/Jonas Lohrmann
Laut Nahles ist eine Trendwende auf dem Arbeitsmarkt aktuell nicht in Sicht.
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Eine Frühjahrsbelebung bleibt aus: Im Vergleich zu 2025 steigt die Zahl der Arbeitslosen im Mai auf 2,95 Millionen. Die Bundesagentur für Arbeit dämpft die Erwartungen an eine baldige Erholung.

Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im Mai im Vergleich zum Vorjahresmonat um 31.000 auf 2,95 Millionen gestiegen. Im Vergleich zum April sank sie um 58.000. Das teilte die Bundesagentur für Arbeit in ihrer Mai-Statistik mit. Die Arbeitslosenquote betrug im Mai 6,3 Prozent, 0,1 Prozentpunkte weniger als im April, aber auch 0,1 Punkte höher als im Mai 2025.

„Trotz eines Rückgangs der Arbeitslosigkeit ist die Frühjahrsbelebung in diesem Jahr nicht wirklich in Fahrt gekommen“, sagte die Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit (BA), Andrea Nahles, anlässlich der monatlichen Pressekonferenz in Nürnberg. Der Rückgang sei möglicherweise mehr auf einen schwachen April als auf einen starken Mai zurückzuführen. Eine Trendwende hin zu einer positiven Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt sei weiterhin nicht in Sicht.

Obwohl die Arbeitslosigkeit im Jahresvergleich steigt, ist auch die Zahl der offenen Stellen größer geworden. Bei der Bundesagentur waren im Mai 643.000 offene Arbeitsplätze gemeldet. Das sind 8.000 mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitskräftenachfrage habe sich auf relativ niedrigem Niveau stabilisiert.

Im Mai erhielten 1,073 Millionen Menschen Arbeitslosengeld. Das sind 113.000 Menschen mehr als vor einem Jahr. Die Zahl der erwerbsfähigen Bürgergeldberechtigten ist dagegen rückläufig. Sie belief sich hochgerechnet im Mai auf 3,83 Millionen Menschen, 103.000 Personen weniger als vor einem Jahr. Bürgergeld bekommen auch Menschen, die einer Arbeit nachgehen, wenn das Einkommen daraus nicht zur Deckung des Existenzminimums reicht.

Auf dem Ausbildungsmarkt sind weiterhin 199.000 junge Leute unversorgt - obwohl den Arbeitsagenturen mit 382.000 etwas mehr Ausbildungsplätze gemeldet wurden, als noch ein Jahr zuvor. Viele Lehrstellen können nicht besetzt werden, weil in der jeweiligen Region nicht ausreichend geeignete Bewerberinnen und Bewerber zur Verfügung stehen.

Verwendete Quellen: jpe/dpa