Sein sarkastischer Kommentar viralNetanjahu reagiert auf Todes-Gerüchte: „Nur für Kaffee!“

Die iranischen Revolutionsgarden drohen, Israels Regierungschef Netanjahu zu töten. Kurz darauf kursieren Gerüchte über seinen Tod. Nun sieht er sich genötigt, darauf zu reagieren und versucht es mit Humor.
Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu hat sich über Internet-Gerüchte zu seinem angeblichen Tod lustig gemacht. Er könnte lediglich „für einen Kaffee sterben“, sagte Netanjahu sarkastisch in einem auf seinem X-Konto veröffentlichten Video. Daraufhin bekommt er umgehend einen Kaffee gereicht.
Dann hob der Regierungschef seine Hände vor die Kamera und fragte: „Wollt ihr die Finger zählen?“ Dabei spielte er auf Spekulationen in Online-Netzwerken an, dass seine jüngste Fernsehansprache von Künstlicher Intelligenz generiert worden sei, da er den Spekulationen zufolge an einer Hand sechs Finger zu haben schien.
Die Revolutionsgarden hatten gedroht, Netanjahu zu töten. Die iranischen Elitestreitkräfte würden Netanjahu „verfolgen und töten“, sollte dieser noch am Leben sein, berichteten die Nachrichtenagenturen Fars und Irna unter Berufung auf eine Erklärung der Revolutionsgarden. Im Internet wurde daraufhin unter anderem ein mit künstlicher Intelligenz (AI) erstelltes Foto verbreitet, das einen verletzten oder getöteten Benjamin Netanjahu nach einem iranischen Angriff auf seine Residenz zeigen soll.
Im Laufe des Tages griff die israelische Luftwaffe nach Armeeangaben vor allem Ziele in der Region der westiranischen Großstadt Hamedan an. Dort seien mehrere wichtige Kontrollzentren der Revolutionsgarden und der Basidsch-Miliz, einer paramilitärischen Einheit unter Kontrolle der Revolutionsgarden, angegriffen worden. Diese Zentren hätten zur Vorbereitung von Angriffen auf Israel und weitere Länder im Nahen Osten gedient, schrieb die Armee.
Indes stellt sich Israel auf weitere Wochen Iran-Krieg ein. Nach Angaben eines Sprechers plant die israelische Armee ihren Krieg gegen den Iran noch mindestens drei Wochen fortzusetzen. Es verblieben noch „Tausende Ziele“ im Iran, sagte der Militärsprecher Effie Defrin, wie die Armee bestätigte.
Israel und die USA hatten am 28. Februar gemeinsame Luftangriffe auf den Iran begonnen. Am ersten Kriegstag wurden der oberste Führer des Landes, Ayatollah Ali Chamenei, und weitere Mitglieder der iranischen Führung in Teheran getötet. Der Iran greift seitdem mit Raketen- und Drohnen Israel sowie mehrere Golfstaaten und US-Einrichtungen in der Golfregion an.
Verwendete Quellen: gut/AFP/dpa


