Für wen sich das lohntZahn-Zusatzversicherungen im Check! Darauf müsst ihr achten

von Johanna Kalt und Theresa Maas

Gute Zähne, ein strahlendes Lächeln ‒ das wollen wir doch alle!
Doch leider kann das ganz schön ins Geld gehen. Die gesetzlichen Krankenkassen zahlen immer weniger, wenn es um Zahnarzt-Rechnungen geht. Eine aktuelle Umfrage zeigt: Fast jeder Zweite möchte deshalb eine Zahn-Zusatzversicherung abschließen. Aber für wen lohnt sich die wirklich? Und ab welchem Alter wird die Versicherung zu teuer? Wir haben den Test gemacht.

Besser geschützt mit einer Zahn-Zusatzversicherung

Der Weg zum Zahnarzt ist für viele oft mit schwitzigen Händen verbunden, denn es drohen schnell hohe Kosten. Die professionelle Zahnreinigung, die meist mit über 100 Euro zu Buche schlägt, wird von den gesetzlichen Krankenkassen nur anteilig übernommen. Und richtig teuer wird es bei Zahnschäden: Implantate, Inlays, Wurzel- und Parodontose-Behandlungen werden kaum oder gar nicht bezuschusst.

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Ein Implantat kostet rund 3.500 Euro. Die Kasse zahlt nur etwa 600 bis 700 Euro Zuschuss. Den Großteil, meist über 2.000 Euro, tragen Patienten selbst. Ausnahmen machen gesetzliche Krankenkassen nur im Härtefall bei Patienten mit sehr geringem Einkommen unter 1.498 Euro.

Daher entscheiden sich laut einer aktuellen Verivox-Studie rund 36 Prozent für eine Zahn-Zusatzversicherung. Und das kann sich durchaus lohnen, wenn die Zähne noch gesund sind. Sonst wird es schnell teuer oder ein Abschluss ist gar nicht mehr möglich, etwa wenn viele Zähne fehlen, erklärt Dr. Philipp Lepki. Eine gute Zahn-Zusatzversicherung enthalte laut dem Zahnarzt bestenfalls „Prohylaxe, sprich Zahnreinigung, möglichst Implantate zu einem hohen Prozentsatz, Zahnersatz, hochwertige Füllungen und Wurzelbehandlungen”.

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Was man bei der Zusatz-Versicherung beachten sollte

Einen soliden Basisschutz bekommt man schon ab etwa sechs Euro im Monat. Der deckt zwar nur einfache Behandlungen und geringe Zuschüsse zu Zahnersatz, kann sich aber lohnen. Wichtig: Das Kleingedruckte lesen und schauen, ob es eine Preisstaffelung gibt.

Außerdem sollte man wissen: Bis der volle Versicherungsschutz greift, vergehen oft drei bis sieben Jahre. Bis dahin übernehmen auch Rundum-Sorglos Pakete nur Teilzahlungen: zum Beispiel 1.000 Euro im ersten Jahr, Schritt für Schritt mehr, bis rund 4.000 Euro nach vier Jahren. Erst danach erstatten Versicherungen die komplette Leistung, außer bei Unfällen.

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Noch ein Tipp: Wer schon versichert ist und den Tarif wechseln will, sollte möglichst beim bisherigen Anbieter bleiben, sonst startet die Staffel oft wieder von vorn. Und: „Wenn eine Behandlung schon läuft und man währenddessen versichert, nicht möglich” so Zahnarzt Lepki. Am Ende gilt: Besser früh vorsorgen, als später die Zähne zusammenbeißen. Besonders, wenn die Rechnung vom Zahnarzt kommt!

Verwendete Quellen: RTL