Eine Experten-Jury hat entschiedenHabt ihr es schon mal gehört? Dieses Wort ist das schönste der Welt

Es klingt ungewohnt, ist schwer auszusprechen und hat doch eine Bedeutung, die viele Menschen berührt!
Eine Jury aus Sprach- und Kulturexperten hat das schönste Wort der Welt gekürt. Wir verraten, welches Wort das ist – und welche außergewöhnlichen Begriffe es ebenfalls in die engere Auswahl geschafft haben.
So lautet das schönste Wort der Welt
Es besteht aus 13 Buchstaben, stammt aus der indigenen Sprache der Māori und dürfte den meisten Menschen völlig unbekannt sein. Trotzdem trägt „Kaitiakitanga“ ab sofort den Titel „schönstes Wort der Welt“.
Zu diesem Ergebnis kommt die Sprachlernplattform Babbel, die ihre Analyse in einer Pressemitteilung vorgestellt hat. Für die Analyse wurden nach Unternehmensangaben zunächst Hunderte Begriffe aus Online-Communities, Sprachforen sowie Diskussionen auf Plattformen wie Reddit und TikTok gesammelt. Anschließend entschied eine Jury aus Sprach-, Kultur- und Literatur-Experten über den Gewinner.
Was bedeutet „Kaitiakitanga“?
„Kaitiakitanga“ stammt aus der Sprache der Māori in Neuseeland. Gemeint ist damit die spirituelle Verantwortung, die Natur zu schützen und für kommende Generationen zu bewahren.
Genau diese Kombination aus Klang, Bedeutung und kultureller Tiefe habe die Jury überzeugt. Hinzu kommt, dass sich das Konzept nicht mit einem einzigen Wort ins Deutsche oder viele andere Sprachen übersetzen lässt.
Und so spricht man das Sieger-Wort aus:
Nicht nur der Klang entscheidet
Für die Auswahl spielte nicht allein die Aussprache eine Rolle. Nach Angaben von Babbel bewertete die Jury die Wörter anhand von vier Kriterien: Klang, Bedeutung, Einzigartigkeit und Aktualität. Besonders hoch bewertet wurden Begriffe, die Gefühle oder Lebenshaltungen ausdrücken, für die es in anderen Sprachen keine direkte Übersetzung gibt.
So schaffte es das Siegerwort am Ende an die Spitze einer Liste mit insgesamt 223 Begriffen aus 75 verschiedenen Sprachen.
Diese Wörter haben es ebenfalls in die engere Auswahl geschafft
Neben „Kaitiakitanga“ landeten zahlreiche weitere außergewöhnliche Begriffe auf den vorderen Plätzen:
Ikigai (Japanisch): Der Sinn oder Zweck im Leben, der einem Motivation gibt, jeden Morgen aufzustehen.
Saudade (Portugiesisch): Eine tiefe Sehnsucht nach etwas oder jemandem, der fehlt.
Ubuntu (Zulu): Die Philosophie der gemeinsamen Menschlichkeit – „Ich bin, weil wir sind“.
Hiraeth (Walisisch): Die bittersüße Sehnsucht nach einer verlorenen oder vielleicht nie wirklich existierenden Heimat.
Mamihlapinatapai (Yaghan): Ein bedeutungsvoller Blick zwischen zwei Menschen, die beide etwas beginnen möchten, sich aber nicht trauen.
Kintsugi (Japanisch): Die Kunst, zerbrochene Keramik mit Gold zu reparieren und die Bruchstellen bewusst sichtbar zu machen.
Yakamoz (Türkisch): Das silberne Schimmern des Mondlichts auf der Wasseroberfläche.
Auch der jiddische Begriff „Luftmensch“ ist in der Liste vertreten. Es beschreibt einen verträumten Idealisten. Jiddisch entstand im Mittelalter im deutschsprachigen Raum und wurde später vor allem von aschkenasischen Juden in Mittel- und Osteuropa gesprochen.
Warum manche Wörter gar nicht übersetzbar sind
Begriffe, für die es in anderen Sprachen keine direkte Entsprechung gibt, zeigen, dass Sprache weit mehr ist als ein Mittel zur Verständigung. Manche Wörter fassen ganze Lebensgefühle, Philosophien oder kulturelle Werte in einem einzigen Begriff zusammen – und eröffnen damit einen völlig neuen Blick auf die Welt.
Vielleicht ist genau das der Grund, warum ausgerechnet „Kaitiakitanga“ am Ende zum schönsten Wort der Welt gewählt wurde. (vho)
Verwendete Quelle: Pressemitteilung/Kaitiakitanga – Babbel kürt das schönste Wort der Welt

