Vor zwei Jahren kam sie das erste MalSie hört auf das Wort „Feierabend”! Katze Lotti wohnt im Baumarkt

Das ist ihr Reich!
Wer im schleswig-holsteinischen Plön zum Baumarkt geht, findet dort zwischen Bohrmaschinen und Malerfarbe auch eine Katze. Seit zwei Jahren lebt sie dort und erobert die Herzen von Kunden und Mitarbeitern.
Erst kam sie nur auf den Hof, dann in den Markt
Vor etwa zwei Jahren sei die Katzendame Lotti das erste Mal gekommen, erzählt Jennifer Scheel, Mitarbeiterin im Markt und von ihren Kolleginnen und Kollegen liebevoll „Katzenmutti” genannt. Zunächst sei Lotti nur auf dem Hof rumgestromert und habe in der Sonne gedöst.
Seit dem letzten Sommer sei Lotti jeden Tag im Markt, streune durch die Gänge – vorbei an Schrauben, Blumenerde und Glühbirnen – und lasse sich von den Mitarbeitern des Marktes mit Leckerlis verwöhnen. Am häufigsten findet man die bereits 18 Jahre alte Katze allerdings auf ihrem Platz auf einer Decke zwischen den Regalen. Hier steht auch ihr Futternapf.
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Mit Decke und Kuschelteddy! Lotti hat ihre eigene Hütte auf dem Hof
Manchmal spaziert die Katzendame auch zur Tankstelle um die Ecke. Auch dort freuen sich die Mitarbeiter immer über ihren Besuch. „Auf einmal ist Lotti aufgetaucht, kam hier rein und hat sich hingelegt”, sagt Bodo Bucherer, Angestellter in der Tankstelle. Seitdem komme und gehe die Katze, wie sie möchte.
Lotti schläft in einer kleinen Holzhütte auf dem Hof des Baumarkts. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Baumarkts haben sie zusammen mit Kunden liebevoll für die Katze hergerichtet – inklusive Decke und Kuschelteddy sowie einer Isolierung für kalte Nächte. Im Markt könne die Katze nicht schlafen, sagt Michael Schröder, stellvertretender Marktleiter. Das gehe nicht wegen der Alarmsysteme.
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Einzigartig! Baumarkt mit „Kuschelatmosphäre”
Lotti komme aus der Nachbarschaft, sagt Scheel. Sie habe sich den Markt als ihr Zuhause ausgesucht – wie das Katzen eben so machten. Die Reaktionen der Kunden auf das Tier seien sehr positiv. Das Tier sei wie ein „Entschleuniger” und sorge für eine Art „Kuschelatmosphäre”, sagt Scheel.
Nur einmal habe ein Kunde versucht, Lotti zu streicheln, woraufhin sie ihm mit ihrer Tatze durchs Gesicht fuhr. „Lotti lässt nicht alles mit sich machen und zeigt auch gerne mal ihre Krallen, wenn es ihr zu viel wird”, sagt Scheel. „Ansonsten ist sie aber sehr ruhig und zurückhaltend, liegt gerne rum, döst und erkundet den Markt.” Viele Kunden freuten sich über das Tier und fragten auch nach ihr, sagt Scheel. Pec Arsen ist Stammkunde im Markt. „Ich gehe ihr immer Hallo sagen, wenn ich komme. Ich finde das schön - das gibt’s nicht in jedem Baumarkt”, sagt er.
Katze Lotti hört auf das Wort „Feierabend”

Am Eingang des Marktes weist ein Schild auf die Katze hin. Allergiker können sich dort kostenlos eine Maske ausleihen, sagt Scheel. Während der Woche kümmern sich die Mitarbeiter des Marktes alle zusammen um Lotti. Am Wochenende koordinieren sich die Kollegen so, dass Lotti jeden Tag gut versorgt ist.
Wenn der Markt schließt, dann heißt es jedoch auch für Lotti: „Feierabend!”. Ein Mitarbeiter habe ihr das Wort beigebracht, erzählt Scheel. Wenn sie es hört, wisse sie, es ist Zeit zu gehen. (dpa/vho)
Verwendete Quelle: DPA


