Die Auskunft im ÜberblickNeuer Schufa-Score ab März! Diese zwölf Kriterien entscheiden über die Bonität

Ob für die neue Mietwohnung, einen Handyvertrag oder eine Kreditkarte.
Für diese und viele weitere Angelegenheiten ist eine positive Schufa-Auskunft wichtig. Doch wie genau sich der Wert zusammensetzt, ist ziemlich kompliziert – bis jetzt. Das soll sich nun ändern. Ab dem 17. März gibt es nämlich Neuerungen rund um den Schufa-Score.
So sind die Punkte im neuen Schufa-Score von Bedeutung
„Die Schufa hat ihre Bonitäts-Berechnung komplett verändert“, teilt das Unternehmen mit. Ab dem 17. März können Verbraucherinnen und Verbraucher den neuen, vereinfachten Score kostenfrei einsehen. Voraussetzung ist, dass man sich einmalig registriert.
Lese-Tipp: Schufa-Score wird entschlüsselt! Was sich für Verbraucher ändert
Das Versprechen der Auskunftei: Laien können dann ohne großen Aufwand nachrechnen, wie die Angaben zur Kreditwürdigkeit zustande kommen. Denn statt 100 Kriterien gibt es bald nur noch zwölf Kriterien, so die Schufa. Und für diese werden Punkte vergeben, wie viele genau, ist online einsehbar. Damit wird das bisherige Prozent-System abgelöst.
Neuer Schufa-Score ab März! Diese zwölf Kriterien sind entscheidend
Zahlungsstörungen
Alter des ältesten Bankvertrags
Alter der ältesten Kreditkarte
Alter der aktuellen Adresse
Jüngster Rahmenkredit
Anzahl von Anfragen und Abschlüssen für Girokonten und Kreditkarten in den vergangenen 12 Monaten
Anzahl von Anfragen im Bereich Telekommunikation & (Online-)Handel in den vergangenen 12 Monaten
Aufgenommene Ratenkredite in den vergangenen 12 Monaten
Kredit mit der längsten Restlaufzeit
Kreditstatus
Immobilienkredit oder Bürgschaft
Vorliegen einer Identitätsprüfung
So setzt sich der neue Schufa-Score ab März zusammen
„Jedes Kriterium hat eine Höchstzahl an Punkten, zusammen ergeben sie den Score-Wert. Je höher die Punktzahl, desto höher schätzt der Score/die Schufa ihre Bonität ein“, erläutert die Schufa. Die Skala reicht insgesamt von 100 bis 999. „Zur besseren Orientierung hat die Schufa-Scores für Verbraucherinnen und Verbraucher in Klassen eingeordnet. Es sind die Klassen: Hervorragend, Gut, Akzeptabel, Ausreichend, Ungenügend. Das erleichtert Ihnen einzuschätzen, wie der Score Ihre Kreditwürdigkeit widerspiegelt“, so das Unternehmen weiter.
Hervorragend (776 bis 999 Punkte): Personen mit einem Score in dieser Klasse haben auf Basis ihrer bei der Schufa gespeicherten Daten ein geringes Risiko für Zahlungsausfälle – im Vergleich zum Durchschnitt der Bevölkerung.
Gut (709 bis 775 Punkte): Personen mit einem Score in dieser Klasse haben auf Basis ihrer bei der Schufa gespeicherten Daten ein durchschnittliches Risiko für Zahlungsausfälle – im Vergleich zum Durchschnitt der Bevölkerung.
Akzeptabel (642 bis 708 Punkte): Personen mit einem Score in dieser Klasse haben auf Basis ihrer bei der Schufa gespeicherten Daten ein leicht erhöhtes Risiko für Zahlungsausfälle – im Vergleich zum Durchschnitt der Bevölkerung.
Ausreichend (100 bis 641 Punkte): Personen mit einem Score in dieser Klasse haben auf Basis ihrer bei der Schufa gespeicherten Daten ein erhöhtes bis deutlich erhöhtes Risiko für Zahlungsausfälle – im Vergleich zum Durchschnitt der Bevölkerung.
Ungenügend (unter 100 Punkte): Personen in dieser Klasse sind ihren Zahlungsverpflichtungen (z. B. offene Rechnungen oder Kreditraten) trotz mehrfacher Mahnungen nicht nachgekommen.
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Bedeutung von Schufa-Score – darum ist die Auskunft so wichtig
„Für den Zugang zu Krediten und wichtigen Verträgen des alltäglichen Lebens sind die bei der Schufa gespeicherten Daten von großer Bedeutung“, sagt der Geschäftsführer der Verivox Finanzvergleich GmbH, Oliver Maier. Dazu zählen Banken, Versandhändler, Mobilfunkanbieter, Vermieter und Energielieferanten. Sie wollen wissen, wie es um die Zahlungsmoral ihrer Kundschaft bestellt ist, bevor Verträge geschlossen und Waren übergeben werden.
Die Schufa verfügt nach eigenen Angaben über Informationen zu 68 Millionen Menschen in Deutschland, überwiegend seien „ausschließlich positive Informationen gespeichert“. Verbraucherschützer fordern seit Langem mehr Transparenz von der Schufa. Immer wieder beschwerten sich Verbraucher über negative Bewertungen, die aus ihrer Sicht auf falschen oder zumindest strittigen Daten beruhten. Mit dem neuen Modell soll genau das jetzt möglich sein.
Verwendete Quellen: Schufa und dpa
































