Trotz Unsummen gegen das AlternMillionär Bryan Johnson will ewig leben – jetzt trifft ihn eine unheilbare Krankheit

Er will den Alterungsprozess aufhalten und investiert dafür Millionen in seinen Körper.
Doch jetzt macht Biohacker Bryan Johnson öffentlich, dass er an einer unheilbaren Autoimmunerkrankung leidet – und schildert die erschreckende Diagnose mit drastischen Worten.
Bryan Johnson: „Mein Magen frisst sich selbst auf”
Der US-Biohacker gilt als einer der bekanntesten Verfechter der Langlebigkeits-Bewegung. Jahrelang präsentierte Bryan Johnson seinen Körper als wissenschaftliches Experiment im Kampf gegen das Altern. Nun muss der ehemalige Tech-Unternehmer einen herben Rückschlag verkraften: Wie er in den sozialen Medien bekannt gab, wurde bei ihm Autoimmungastritis diagnostiziert. Die Erkrankung beschreibt er drastisch mit den Worten, sein Magen „fresse sich selbst auf“. Aufgeben will Johnson deshalb aber nicht. Stattdessen kündigt er an, gemeinsam mit seinem Team nach neuen Behandlungsmöglichkeiten zu suchen. „Keine Krankheit sollte als unheilbar gelten, nur weil noch niemand versucht hat, sie zu heilen“, schreibt er.
Zwei Millionen Dollar pro Jahr für den Traum vom ewigen Leben
Bryan Johnson gehört zu den bekanntesten Gesichtern der sogenannten Longevity-Bewegung. Nach eigenen Angaben investiert der 48-Jährige jedes Jahr rund zwei Millionen US-Dollar in seine Gesundheit. Zu seinem Programm gehören Dutzende Nahrungsergänzungsmittel pro Tag, streng überwachte Schlaf- und Ernährungspläne, die Optimierung nahezu sämtlicher Körperfunktionen sowie sogar eine Überdruckkammer in seinem Zuhause.

Immer wieder sorgt Johnson mit spektakulären Aussagen für Schlagzeilen. So behauptet er unter anderem, durch sein Programm Mikroplastik aus seinen Hoden entfernt zu haben, wieder nächtliche Erektionen wie ein Teenager zu bekommen und sogar Haarausfall gestoppt zu haben. Seine Methoden stoßen allerdings regelmäßig auf Kritik – viele Experten bezweifeln, dass sich die von ihm beschriebenen Verjüngungseffekte wissenschaftlich belegen lassen.
Was steckt hinter der Diagnose?
Autoimmungastritis ist eine Form der Magenschleimhautentzündung, bei der das Immunsystem die eigenen Zellen der Magenschleimhaut angreift. Dadurch wird die schützende Magenbarriere nach und nach zerstört. Heimtückisch ist die Erkrankung vor allem deshalb, weil sie oft lange Zeit kaum oder gar keine Beschwerden verursacht. Bei Johnson fiel zunächst lediglich ein dauerhaft niedriger Eisenspeicher auf. Erst weitere Blutuntersuchungen, Endoskopien und Magenbiopsien führten zur Diagnose. Nach seinen Angaben kann die Krankheit unter anderem zu Nährstoffmangel, Blutarmut und einem erhöhten Krebsrisiko führen. Eine Heilung gibt es derzeit nicht. Die Behandlung konzentriert sich darauf, Beschwerden sowie Eisen- und Vitamin-B12-Mangel auszugleichen. Johnson will dennoch nach eigenen Angaben auch experimentelle Therapieansätze verfolgen.
Im Video: Der Traum von ewiger Jugend
Die Warnzeichen waren offenbar schon lange da
Rückblickend glaubt Johnson, dass sein Körper schon seit Jahren Hinweise auf die Erkrankung gegeben hat. Bereits im Alter von 21 Jahren wurde bei ihm eine Autoimmunerkrankung der Schilddrüse diagnostiziert. Nach seinen Angaben hängen diese Schilddrüsenerkrankung, sein chronischer Eisenmangel und die nun festgestellte Autoimmungastritis miteinander zusammen. Gerade diese Wechselwirkungen machten die Behandlung besonders schwierig, erklärt der Biohacker. Trotzdem sieht er die Diagnose nicht als Niederlage – sondern als sein nächstes großes Forschungsprojekt.
Verwendete Quellen: nypost.com, eu.ustoday.com

