Genetische, umweltbedingte und lebensstilbezogene FaktorenErstaunliche Studien-Ergebnisse! Diese fünf neuen Schlaftypen verraten einiges über unsere Gesundheit

von Tim Janfeld und Theresa Maas

Frühaufsteher oder Morgenmuffel?
Wenn es um Schlaftypen geht, wird klassischerweise zwischen Lerchen (Frühaufsteher) und Eulen (Nachtmenschen) unterschieden. Während manche Menschen bereits morgens voller Elan und produktiv sind, laufen andere erst am späten Nachmittag zur Höchstform auf. Dieser Biorhythmus ist teils angeboren, teils antrainiert. Jetzt hat eine Studie fünf neue Typen identifiziert – und die verraten eine Menge über unsere Gesundheit.

Untergruppen von Lerche und Eule

Hach ja, noch ein paar Minuten hin und herdrehen – bis der Wecker klingelt! Und dann heißt es raus aus den Federn. Genau DAS fällt dem einen leichter, dem anderen schwerer. Aber vergesst das alte Lerchen-Eule-Denken. Es gibt weit mehr als das. Eine neue Studie der „McGill University” in Kanada zeigt nun: Wir sind nicht nur Eule oder Lerche. Bei der Untersuchung von mehr als 27.000 Erwachsenen fanden die Forscher fünf verschiedene Schlaftypen. Dabei handele es sich um „versteckte Untergruppen“, die sich nicht nur im Schlafrhythmus, sondern auch im Verhalten, in der Psyche und in Krankheitsrisiken unterscheiden.

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Im heutigen digitalen Zeitalter und nach der Pandemie seien die Schlafmuster vielfältiger denn je. „Diese Subtypen werden nicht allein durch Zubettgeh- oder Aufstehzeiten definiert. Sie spiegeln ein komplexes Zusammenspiel genetischer, umweltbedingter und lebensstilbezogener Faktoren wider”, erklärt Danilo Bzdok, Co-Autor der Studie von der „McGill University”. Gemeint sei damit die genetisch mitgeprägte Neigung eines Menschen, zu bestimmten Tageszeiten zu schlafen, wach zu sein und geistig oder körperlich leistungsfähig zu agieren. Heißt: Euer Wecker klingelt zur gleichen Zeit wie bei anderen, aber euer Körper tickt vielleicht völlig anders.

Die fünf Schlaftypen im Überblick

Laut den Wissenschaftlern gibt es den gesunden Morgentyp, die belastete Frühaufsteherin, die leistungsstarke Nachteule, die depressive Nachteule und die riskante Männer-Nachteule. Demnach sei der gesunde Morgentyp risikoarm, hat wenig gesundheitliche Beschwerden, sei aber anfällig für Ängste. Die belastete Frühaufsteherin sei eher ein Morgentyp mit depressiven Symptomen – häufig Frauen.

Weiter heißt es, die leistungsstarke Nachteule sei risikofreudig, habe häufiger Schwierigkeiten mit Emotionen, aber eine hohe kognitive Leistung. Die depressive Nachteule habe häufig mit Depressionen zu kämpfen und ein erhöhtes Krankheitsrisiko. Diese Menschen bewegen sich weniger. Und zuletzt gibt es noch die riskante Männer-Nachteule: Dieser Schlaftyp kommt – wie der Name schon verrät – häufig bei Männern vor. Höherer Konsum von Alkohol und Drogen und ein Krankheitsrisiko machen ihn aus.

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Allgemein gilt weiterhin: Gesunder und erholsamer Schlaf ist die Basis für unsere Gesundheit: Also am besten möglichst routiniert zur gleichen Zeit ins Bett gehen und morgens aufstehen – auch am Wochenende.

Verwendete Quellen: eigene RTL-Recherche, nature.com