Ein echter Rembrandt im GerümpelWas für ein Schatz! Dachboden-Fund bringt 1,3 Millionen Euro bei Versteigerung

Alter Dachboden mit Gerümpel
Je älter der Dachboden, desto größer die Chance, dass sich dort wahre Schätze verstecken (Foto: Symbolbild)
iStockphotos/Eugene Kravchenko

Unverhofft plötzlich mehr als eine Million auf dem Konto!
Stellt euch vor, ihr entrümpelt ahnungslos euren Dachboden und stoßt dabei auf ein sehr altes Bild. Ein Experte nimmt das Stück genauer in Augenschein, und kurze Zeit später seid ihr um umgerechnet fast 1,3 Millionen Euro reicher. Ein solcher Fall hat sich jetzt in den USA zugetragen.

Gemälde löst heftigen Bieterwettstreit aus

Das war ein echter Pfundsfund: Ein auf einem Dachboden entdecktes Rembrandt-Gemälde hat bei einer Auktion ungerechnet fast 1,3 Millionen Euro eingebracht. Kunstgutachter und Auktionator Kaja Veilleux verriet, dass er das Werk „Porträt eines Mädchens” aus dem 17. Jahrhundert auf einem Anwesen in Camden im US-Staat Maine aufgestöbert hatte.

Dieses auf einem Dachboden im US-Bundesstaat Maine gefundene Rembrandt-Bild spielte dem glücklichen Besitzer ein ordentliches Sümmchen in die Kasse.
Dieses auf einem Dachboden im US-Bundesstaat Maine gefundene Rembrandt-Bild spülte dem glücklichen Besitzer ein ordentliches Sümmchen in die Kasse.

Das Gemälde war auf eine Eichenholzplatte gemalt und in einen handgeschnitzten holländischen Goldrahmen eingefasst. Bei der Versteigerung des Auktionshauses Thomaston Place Auction Galleries Ende August habe das wertvolle Bild denn auch prompt einen heftigen Bieterwettstreit ausgelöst, so der Experte. Den Zuschlag soll am Ende ein europäischer Sammler bekommen haben.

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Wie kam das Bild auf den Dachboden?

Veilleux erzählte, er sei auf das Anwesen gebeten worden und habe keine Ahnung gehabt, worauf er stoßen werde. „Das Haus war voll von wunderbaren Stücken. Auf dem Dachboden, zwischen Stapeln von Kunstwerken, fanden wir dieses bemerkenswerte Porträt”, sagte er. Auf einem Etikett auf der Rückseite des Rahmens sei vermerkt gewesen, dass das Bild 1970 für eine Ausstellung an das Philadelphia Museum of Art ausgeliehen worden sei.

Das Gemälde war laut Auktionshaus seit den 1920er Jahren in Familienbesitz. Wem es genau gehörte, ist nicht bekannt. Auch die Frage, wie es auf den Dachboden geraten ist, blieb unbeantwortet.

Der 1606 geborene Rembrandt Harmenszoon van Rijn ist einer der bekanntesten niederländischen Barockkünstler, der sich auf eine Vielzahl von Themen konzentrierte, von Porträts über Landschaften bis hin zu historischen und biblischen Szenen. Er starb im Jahr 1669. (dpa/AP/ija)