BH-ABCVon Bustier bis Triangle: Welcher BH-Typ passt zu euch?

Nicht jeder BH sitzt bequem. Dabei kann der Büstenhalter oft Schutz und Entlastung geben.
Welche BH-Arten es gibt und für welche Brustform sie geeignet sind, verrät der Unterwäsche-Ratgeber samt hübscher Modelle zum Nachshoppen.
Sind BHs gut für die Brüste?
Sie sind jedenfalls nicht schlecht für die Brüste, auch wenn es sich sehr befreiend anfühlt, den BH nach einem langen Tag in die Ecke zu schmeißen. Je nach Form und Schnitt kann der Büstenhalter den Busen pushen, minimieren, ein schönes Dekolleté zaubern oder einfach im Alltag Halt geben. Er sollte dabei nicht spannen oder sich einengend anfühlen, weshalb die richtige Körbchengröße entscheidend ist. Die Annahme, Brüste würden bei Nicht-Tragen eines BHs eher erschlaffen und mit zunehmendem Alter hängen, ist übrigens ein Mythos. Die Beschaffenheit der Brust hängt in erster Linie von der Genetik und vom Bindegewebe ab.
Welche BH-Arten gibt es eigentlich?
Das ABC des Büstenhalters ist recht lang, zumal sich viele Arten auch ähneln. Nachfolgend stellen wir die sieben gängigsten BH-Arten vor.

1. Balconette zum Anheben der Brust
Der Balconette-BH dient im wahrsten Sinne des Wortes als eine Art Balkon für die Brüste, die durch den geraden Schnitt der Halbschalen-Cups und der Bügelstütze leicht angehoben werden. Ob Dirndl oder tief ausgeschnittenes Oberteil: Ein Balconette-BH setzt das Dekolleté gekonnt in Szene – und das bei jeder Körbchengröße. Voraussetzung ist, dass die Cups perfekt anliegen und nichts einschneidet. Ein schönes Balconette-Modell in den Basicfarben Weiß, Schwarz und Nude* liefert Schiesser. Die Träger einmal entfernt, lässt sich der BH schnell zu einem trägerlosen Bandeau umfunktionieren.
Eine verspieltere Variante mit Mesh- und Spitzenapplikationen* gibt es von der Unterwäschemarke Triumph. Hier kann neben den klassischen Farben auch aus knalligen Tönen, etwa Violett, gewählt werden.
Hinweis: Die Preise sind volatil und die Händler passen bisweilen auch die unverbindliche Preisempfehlung (UVP) an. Sollten sich die Preise von den hier angegebenen unterscheiden, haben die Händler sie nach Veröffentlichung des Artikels geändert.
2. Der Klassiker: Bügel-BH
Ein echter Klassiker unter den Dessous: Der Bügel-BH bildet die Grundlage vieler moderner BH-Varianten. Eingearbeitete Bügel geben der Brust Halt und bringen sie in Form. Ob schlicht, sportlich oder mit Spitze – das Modell gibt es in zahlreichen Designs und für jede Körbchengröße. Ebenfalls bei Schiesser finden sich Bügel-Basics* für den alltäglichen Gebrauch. Die verstellbaren Träger können gerade oder überkreuzt getragen werden, was noch einmal mehr Halt gibt.
Minimizer, also BHs, die eine große Oberweite optisch verkleinern sollen, haben oft einen stützenden Bügel eingearbeitet. Die dezent gesetzten Blumenmuster verleihen dem Bügel-BH von Triumph* eine verspielte Note. Die Cups sind extra nicht gepolstert und die breiteren Träger spenden noch mehr Komfort im Alltag.
3. Quasi unsichtbar: Trägerlose BHs und Bandeaus
Viele Balconette-BHs lassen sich zu trägerlosen BHs umfunktionieren, so auch das bereits weiter oben vorgestellte Modell von Schiesser*. Das ist besonders praktisch bei einem schulterfreien Kleid oder einer Carmenbluse, denn BH-Träger sind dann einfach nicht gerade ansehnlich. Entweder wie hier gerade geschnitten oder oft auch in leichter Herzform sind trägerlose BHs besonders gut für kleine Oberweiten geeignet.
Ähnlich wie ein Tube-Top, das im Sommer als ganz normales, bauchfreies Oberteil getragen wird, sind Bandeau-BHs. Die kommen meist ganz ohne Cups und Verschluss aus und werden einfach über den Kopf gestreift. Das Bandeau-Top, wie das von Geyoga*, ist vor allem bei kleinen bis mittelgroßen Brüsten eine gute Wahl. Bei einer größeren Oberweite fehlt dagegen oft die nötige Unterstützung.
4. Ohne Polsterung und Bügel: Triangel-BHs
Typisch für Triangel-BHs sind ihre dreieckigen Cups und der Verzicht auf Bügel. Manchmal kommen sie sogar ganz ohne Polsterung aus. Damit bieten sie vor allem kleinen bis mittelgroßen Brüsten leichten, bequemen Halt. Erhältlich sind sie sowohl mit klassischen Trägern als auch in der Neckholder-Variante. Ein dezent-sportliches Modell und zudem zeitloser Klassiker ist der Triangle-BH von Calvin Klein*.
Durch ihre Dreiecksform eignen sich Triangel-BHs zudem sehr gut zum Stillen. Direkt im Zweier-Set gibt es den Still-BH aus Bio-Baumwolle von Bonprix*. Er ist ungepolstert und kann an der Öse am Träger ausgeklappt werden.
5. Aus weniger mehr machen mit einem Push-up-BH
Mehr Volumen fürs Dekolleté: Push-up-BHs bringen die Brust durch spezielle Polster oder Gelkissen von unten und den Seiten in Form. Besonders bei kleinerer bis mittlerer Oberweite ist der sogenannte Maximizer beliebt, da er die Brust optisch voller wirken lässt. Bei Push-up-BHs gibt es oft Abstufungen. Mit einem leichten Push-up-Effekt und gleitenden Cups, die sich an die jeweilige Brustform anpassen, kommt der Schalen-BH von Schiesser mit Spitzenapplikation* daher.
Auch wenn die Oktoberfest-Saison vorbei ist, findet der Bestseller unter den Dirndl-BHs von Susa* weiterhin Verwendung. Die Cups sind besonders stark gepolstert und verleihen dadurch ein sehr tiefes Dekolleté, wenn gewünscht.
6. Bralettes setzen auf besondere Details
Spitze, Stickereien und raffinierte Details machen Bralettes und High-Apex-BHs (meint BHs mit hochgeschnittenen Cups, deren Spitze oder Stoff bis zum Trägeransatz verläuft) zu echten Hinguckern. Dank ungepolsterter Cups und breitem Unterbrustband sitzen sie besonders an kleineren Brüsten bequem. Bei größerer Oberweite empfehlen sich allerdings Modelle mit Bügeln oder breiteren Trägern für mehr Halt. Ein schönes Modell liefert Schiesser mit dem Soft-BH*, der mit dezenter Spitzenleiste das Dekolleté formt.
Komplett aus Spitze kommt das Bralette von Only* daher und ist für uns definitiv unter Reizwäsche zu verbuchen – sexy!
7. Mehr Bewegungsfreiheit mit Bustiers und Sport-BHs
Bequem wie eine zweite Haut: Unwattierte Bustiers bieten leichten Halt und sind vor allem bei kleinerer Oberweite eine angenehme Alternative zum klassischen BH. Ein schönes Modell in unter anderem zartem Lila kommt mit dem Mikrofaser-Bustier von Schiesser*. Nach Belieben sind die Pads herausnehmbar. Wer mehr Unterstützung benötigt, greift am besten zu Modellen mit eingearbeiteten Cups oder Bügeln.
Die Sport-BHs von Yvette* sind bekannt für ihren starken Halt. Die dreieckigen Mesh-Einsätze am Rücken sind besonders atmungsaktiv, egal wie verschwitzt der Rücken nach der ausgiebigen Trainingseinheit auch ist. Die eingenähten Cups versprechen zudem besonders viel Stabilität, beim Joggen wie auch während der nächsten Yoga-Session. Die mitunter größte Unterstützung liefert der breite Gummibund an der Unterbrust.
Weitere besondere BH-Arten
Die Welt der Büstenhalter scheint riesig, denn wir sind längst nicht am Ende unseres BH-Ratgebers. Auch diese drei BH-Typen gibt es, auch wenn sie erfahrungsgemäß eher seltener zum Einsatz kommen:
Corsage: Als Teil eines zweiteiligen Dessous zaubert eine Corsage beziehungsweise das Torselett eine besonders schöne Silhouette und kann mit den vielen Spitzenbesetzungen und Details verführerisch wirken. Der Ausschnitt kommt typischerweise V-förmig daher, die Cups besitzen zudem meist einen Push-up-Effekt sowie Bügel für den nötigen Halt.
Plunge-BHs: Sie sind perfekt für tiefe Ausschnitte, denn sie setzen mittels schmalem Mittelsteg und schräg geschnittenen Cups das Dekolleté in Szene. Bei kleinerer Oberweite kreieren sie optisch mehr Volumen. Bei größeren Brüsten kann es dagegen an Halt fehlen – hier ist ein Balconette-BH oft die bessere Wahl.
Klebe-BHs: Eine willkommene Alternative unter Abendkleidern sind Stick-on-BHs*, da sie ohne Träger und Rückenverschluss auskommen. Sie werden auf die Brust geklebt und meist in der Mitte des Dekolletés mit einem Klickverschluss zusammengedrückt. Aber Achtung: Bei sehr schwitziger oder eingecremter Haut verabschieden sich solche Klebe-Cups auch gern einmal!
Genutzte Quellen: schiesser.de, amazon.de, bonprix.de, womenshealth.de, myself.de, eigene Recherche
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