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Nach Messerangriff auf Taxifahrer

Zwei Mädchen wegen versuchten Mordes in Hannover vor Gericht

Die angeklagten Täterinnen ließen sich noch ca. 15 Kilometer weit fahren.
Die angeklagten Täterinnen ließen sich noch ca. 15 Kilometer weit fahren.
© RTL Nord

05. März 2021 - 14:23 Uhr

Angeklagte waren erst 15 und 17 Jahre alt

Im Oktober vergangenen Jahres sollen drei Mädchen im Alter von 13, 15 und 17 einen Taxifahrer mit einem Messer angegriffen und schwer verletzt haben. Jetzt müssen sich die damals 15- und die 17-Jährige am Landgericht Hannover wegen versuchten Mordes verantworten. Die 13-Jährige ist strafunmündig.

„Ich war unschuldig und sollte sterben."

Eine Person hält ein Klappmesser
Eine Person hält ein Klappmesser in der Hand. (Symbolbild). Foto: Oliver Berg/dpa/Illustration
© deutsche presse agentur

Die Mädchen sollen sich von Hannover nach Garbsen, also rund 15 Kilometer, fahren lassen haben. Als der Taxifahrer nach der Ankunft seine Geldbörse herausholte, soll die damals 15-Jährige versucht haben, ihn von hinten mit einem Klappmesser in den Hals zu stechen: "Die Messerklinge konnte er im Augenwinkel sehen und konnte gerade so seitlich ausweichen, sodass die Klinge nicht seinen Hals traf, wie es beabsichtigt war von den jungen Mädchen, sondern eher das Schulterblatt", sagt uns der Anwalt des Opfers.

Laut Anklage wollte sie ihn durch den Angriff töten, um anschließend das Bargeld und das Taxi zu klauen. Der Familienvater könne heute immer noch nicht verstehen, warum die Mädchen es angeblich auf ihn abgesehen hatten, verrät er uns kurz vor seiner Zeugenaussage vor Gericht: "Ich war unschuldig und sollte sterben. Ich habe Gott sei dank Glück gehabt. Keine Ahnung was das für Menschen sind." Seinen Beruf übe er nur noch aus um sich und seine Familie über Wasser zu halten: "Immer wenn jemand einsteigt dahinten, muss ich immer gucken, dass da niemand ein Messer, eine Pistole oder einen Hammer in der Hand hat und wieder sowas passieren kann. Es kann jederzeit wieder passieren."

Mädchen sollen sich Nachrichten ausgetauscht haben

Während der Fahrt sollen die drei Mädchen Textnachrichten untereinander geschrieben haben, erzählt der Anwalt der Opfers weiter: "Botschaften wie: Wohin steche ich? Stich in den Hals, mach die Kamera kaputt im Taxi. Was passiert wenn er nicht stirbt? Zieh ihn aus dem Auto raus, danach stechen wir weiter auf ihn ein. Das waren solche Botschaften, die einen konkreten Tatplan gezeigt haben."

Aufgrund des jungen Alters der Angeklagten wird die Öffentlichkeit bei diesem Prozess komplett ausgeschlossen. Ein Urteil wird Ende März erwartet.

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