Aufwärtstrend in der Bildung

Zahl der Menschen ohne Schulabschluss schrumpft

Es gibt weniger Menschen  in Deutschland ohne Schulabschluss als noch 2010.
© dpa, Armin Weigel

13. Februar 2020 - 10:19 Uhr

Vier Prozent der Bevölkerung haben keinen Abschluss

In Deutschland gibt es einen erfreulichen Trend: Weniger Menschen sind ohne Schulabschluss als noch 2010. Ihr Anteil an der Gesamtbevölkerung lag 2018 bei 4,0 Prozent. 2010 waren es mit 4,1 Prozent noch mehr. Die aktuellen Zahlen gehen aus einer Auskunft des Bundesbildungsministeriums an die AfD-Fraktion im Bundestag hervor. Trotzdem hatten 2018 insgesamt 2,837 Millionen Menschen keinen allgemeinen Schulabschluss oder höchstens sieben Jahre die Schule besucht.

In Bremen leben die meisten Menschen ohne Schulabschluss

Je nach Bundesland gibt es erhebliche Unterschiede. In Bremen lebten 2010 die meisten Menschen ohne Schulabschluss – 7,2 Prozent der Bremer Bürger vielen darunter. Am besten sieht es in Thüringen aus: Dort hatten mit 1,4 Prozent nur wenige der Einwohner keinen Schulabschluss.

Unterschiede offenbaren die Zahlen auch bei Menschen, die nicht aus Deutschland kommen. Bei Ausländern liegt die Quote fehlender Schulabschlüsse bei 17,8 Prozent. Unter Nicht-EU-Ausländern weisen etwas mehr als ein Viertel keine abgeschlossene Schulausbildung vor (26,5 Prozent). Kinder und Jugendliche unter 15 Jahren hat das Ministerium bei der Zählung ausgeklammert, weil diese in der Regel ohnehin noch keinen Schulabschluss vorweisen können.

Jede vierte Ausbildung wurde vorzeitig beendet

Die Zahlen geben auch Auskunft über Berufsausbildungen. Zuletzt wurde etwa jede vierte Ausbildung in Deutschland vorzeitig beendet. Bei Nicht-EU-Ausländern wurde 2018 sogar mehr als jeder dritte Vertrag früher gelöst. Bei wichtigen Herkunftsländern von Asylbewerbern liegt die Quote mit rund 40 Prozent noch einmal höher.

Dass eine Ausbildung früher als geplant aufgelöst wird, muss allerdings keinen Abbruch bedeuten: Das beim Bundesforschungsministerium angegliederte Bundesinstitut für Berufsbildung weist auf seiner Homepage darauf hin, dass auch Betriebs- oder Berufswechsel zu einer Vertragsauflösung führen können.