„Ich fühle mich wie eine Versagerin"„YouTube Mom“ Myka Stauffer gibt autistischen Adoptivsohn (4) wieder ab - heftige Reaktionen

Die Amerikanerin Myka Stauffer ist bekannt als "YouTube Mom". Hunderttausende folgen der fünffachen Mama auf dem Online-Portal, wo sie regelmäßig Videos von ihrem Alltag als Mutter, Ehe- und Hausfrau teilt. Ihr neuester Clip bekommt jetzt allerdings viel Kritik. Unter Tränen gestehen Myka und ihr Ehemann James Stauffer, dass sie ihren behinderten Sohn Huxley (4) abgegeben haben - fast drei Jahre nach der Adoption.
„Viel mehr besondere Bedürfnisse, von denen wir nichts wussten"
Normalerweise lässt sich Myka Stauffer von ihren Fans als Mama feiern - jetzt wird sie gehasst. Der Grund ist herzzerreißend: Sie hat ihren vierjährigen Sohn Huxley, den sie 2017 aus China adoptierte, in ein anderes Zuhause gegeben. „Bei internationaler Adoption gibt es immer Ungewissheiten und Dinge, die in den Akten nicht einsehbar sind und all das. Als Huxley nach Hause kam, gab es viel mehr besondere Bedürfnisse, von denen wir nichts wussten und die man uns nicht mitgeteilt hat", erklärt Mykas Ehemann James Stauffer in dem neuen YouTube-Video.
Einzelheiten verraten die Stauffers nicht, auch um ihren Adoptivsohn zu schützen. Bislang war ihren Fans nur bekannt, dass Huxley ein Autist ist. Es habe viele Therapien gegeben, die vergangenen Monate seien hart gewesen, erzählt das Paar weiter. Vor allem Myka wirkt sehr niedergeschlagen: „Ich fühle mich als Versagerin als Mutter, zu 500 Prozent.” Kurz nach Veröffentlichung des Videos änderte sie die Beschreibung ihrer Social-Media-Kanäle. Dort steht nun, sie sei vierfache Mutter, nicht fünffache.
Shitstorm auf Social Media
Das Video löste heftige Reaktionen auf Social Media aus. Während einige die Entscheidung von Myka und James nachvollziehen konnten, warfen andere den beiden vor, Huxley ausgenutzt zu haben, um Geld mit intimen Details aus dem Leben ihres Sohnes zu verdienen.
Vor drei Jahren wurde die Adoptionsreise zu einem Hauptthema auf Mykas YouTube-Kanal. Die Amerikanerin ließ ihre Follower daran teilhaben, wie sie das Geld für die Adoption beschaffte, sich mit Regeln für internationale Adoptionen auseinandersetzte und den kleinen Huxley schließlich nach Hause brachte. Auch die Eingriffe, die Huxley wegen seiner Entwicklungsdefizite als Folge eines Hirntumors und eines Schlaganfalls in der Gebärmutter erhielt, wurden in Videos begleitet.
