Mini-Xbox unter der Lupe

Xbox Series S: Für wen eignet sich die Next-Gen-Konsole?

Undated handout photo for the global launch of Xbox Series X and Xbox Series S
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13. Januar 2021 - 12:48 Uhr

Xbox Series S im Check: Zugreifen oder abwarten?

Die nächste Generation der Videospielkonsolen ist da. Sony schickt die PS5 (mit und ohne Laufwerk) ins Rennen, Microsoft ist mit der Xbox Series X und der kleineren Xbox Series S am Start. Seit dem Start sind drei der vier Spielemaschinen quasi ständig ausverkauft. Nur die Xbox Series S ist noch verfügbar – und mit knapp 300 Euro sehr günstig für eine brandneue Spielekonsole. Woran liegt das?

Xbox Series S in der Übersicht

Xbox Series S: Die Fakten

Vorteile:Nachteile:
✔spielt Xbox-Series-X-Titel ab❌kein Laufwerk
✔kompatibel zu fast allen Xbox-One-Games❌keine 4K-Auflösung
✔kompaktes Design❌wenig Speicherplatz
✔geringer Stromverbrauch

Xbox Series S: Klein und sparsam

Schon das Äußere der modern wirkenden Xbox Series S überzeugt. Sie ist die kleinste Xbox der Geschichte und nur wenig größer als die bekannte Nintendo Wii. Nur das schwarze Lüftungsgitter sticht mit seiner kreisrunden Form optisch hervor. Diese optische Zurückhaltung spiegelt sich auch in der Nutzung wider: Die Konsole lässt sich stehend oder liegend verwenden, genehmigt sich mit 70 bis 80 Watt im Spielbetrieb relativ wenig Strom. Sowohl optisch als auch auf der Stromrechnung ist die Konsole also angenehm zurückhaltend.

Xbox Series S: Für die Streaming-Generation

Wer noch mit CDs und anderen verpackten Medien aufgewachsen ist, dem fällt gleich auf, dass die Xbox Series S kein Laufwerk besitzt. Die Konsole setzt komplett auf Downloads und Streams. Für Sammler physischer Medien ist das schade (hier bleibt nur der Griff zur Series X), Streaming-Fans freunden sich mit der rein digitalen Plattform aber schnell an – eine ordentliche Internetleitung vorausgesetzt. Allerdings ist der 500-Gigabyte-Speicherplatz der Konsole für große digitale Sammlungen knapp bemessen. Abhilfe schaffen offizielle Speichererweiterungen von Seagate, die sich einfach an der Rückseite in die Konsole stecken lassen. Auch andere externe Speichermedien sind als Archiv kompatibel.

Xbox Series S: Stark genug?

Mit der Xbox Series X rühmt sich Microsoft, die leistungsstärkste Konsole auf dem Markt platziert zu haben. Für die Xbox Series S gilt das nicht: Mit vier Teraflops Leistung bildet sie auf dem Datenblatt das Schlusslicht der Next-Gen-Konsolen. Dennoch ist die Grafik der Konsole sehr gut.

Der Clou liegt in der Darstellung: So soll die Series S im Gegensatz zur Konkurrenz keine 4K-Inhalte darstellen. Die Konsole beschränkt sich auf Auflösungen von bis zu 1.440p. Je nach Spiel sind bei Full-HD sogar superflüssige 120 Bilder pro Sekunde drin. Das bedeutet: Die Auflösung ist niedriger – die grafische Qualität aber nicht. Microsoft federt die reduzierte technische Leistung durch diesen Kniff ab und kann so Next-Gen-Optik zum Einstiegspreis liefern.

Kompromisse bei den Spielen müssen Käufer demnach auch nicht machen: Die Xbox Series S spielt alle aktuellen und kommenden Xbox-Titel ab und dazu fast die gesamte Software-Bibliothek der Vorgängerkonsole Xbox One.

Xbox Series S: Ideal als Zweitkonsole

Gerade für das Jugendzimmer oder den Hobbyraum – wo vielleicht noch kein 4K-OLED-TV steht – ist die Xbox Series S also lohnenswert. Vor allem, weil Microsoft digital hervorragend aufgestellt ist: Dank Microsofts Game-Pass-Programm lassen sich im kostenpflichtigen Abo monatlich nach dem Netflix-Prinzip jede Menge Spiele auf die Festplatte laden. Darunter viele Spitzentitel, die oft ab dem ersten Tag dort verfügbar sind – und keine Extrakosten verursachen. Halo, Gears of War, Fable: Die verfügbaren und angekündigten Titel gehören zum besten, was die Konsole zu bieten hat.

Die wichtigsten Fakten zur Xbox Series S:

  • Leistung: 4 Teraflops
  • Speicher: 500 GB SSD (davon 364 GB effektiv nutzbar)
  • Auflösung: bis zu 1440p
  • kein Laufwerk für Spielediscs oder Filme
  • spielt alle Xbox-Series-X-Titel und nahezu alle Xbox-One-Spiele ab
  • Preis: ca. 300 Euro

Xbox Series S: Gemeinsam spielen

Multiplayer-Spiele stehen hoch im Kurs. Auch wenn Online-Gaming dem lokalen Couch-Spaß den Rang abgelaufen hat: Spätestens für eine Partie "FIFA 21" bietet sich ein zweiter Controller an. Wer bereits eine Xbox One hatte, kann einfach seine alten Controller weiterverwenden. Profis denken auch über die Anschaffung eines Xbox-Elite-Series-2-Gamepads nach, das sich mit verschiedenen Schaltwippen und Knöpfen perfekt auf die eigenen Bedürfnisse anpassen lässt.

Sie sehen: Als Zweitgerät oder als Überraschung für junge Gamer ist die Xbox Series S eine Überlegung wert und im Gegensatz zum großen Bruder erschwinglich – und verfügbar.

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