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Wochenbett – Wichtige Ruhephase nach der Geburt

Bild: Wochenbett – Wichtige Ruhephase nach der Geburt
Im Wochenbett sollte man sich wirklich Ruhe gönnen. © Getty Images/iStockphoto, anandaBGD

Gönnen Sie sich das Wochenbett

Ein Kind zu bekommen, ist immer aufregend und wunderschön. Egal ob es Ihre erste Geburt ist oder ob Sie schon eine erfahrene Mama sind, die Geburt verlangt jeder Mutter viel ab – sowohl körperlich als auch psychisch. Deshalb ist es so wichtig, sich im Wochenbett von den Strapazen gut zu erholen. Was das genau bedeutet und was in dieser Zeit mit Ihrem Körper geschieht, lesen Sie hier.

Woher kommt der Begriff Wochenbett?

Schon zu früheren Zeiten, als Schwangere zum Teil noch bis zum letzten Tag vor der Geburt schwere körperliche Arbeiten verrichten mussten, gab es das Wochenbett. Auf die Einhaltung der Ruhephase im Wochenbett wurde auch damals schon besonders genau geachtet. So musste die Mutter für eine Woche strenge Bettruhe halten und durfte das Haus mindestens sechs Wochen lang nicht verlassen.

Was bedeutet Wochenbett?

Aus medizinischer Sicht beginnt das Wochenbett sobald die Nachgeburt ausgestoßen wurde. Die Dauer des Wochenbetts beträgt dabei etwa sechs bis acht Wochen. Während dieser Zeit soll sich die frischgebackene Mutter von den körperlichen Veränderungen der vorangegangenen Schwangerschaft und den Strapazen der Geburt erholen.

Die verschiedenen Phasen des Wochenbetts

Die ersten sieben bis zehn Tage des Wochenbetts werden als Frühwochenbett bezeichnet. Hier finden die größten körperlichen Veränderungen statt. Der Körper beginnt mit der Milchproduktion, eventuelle Geburtsverletzungen wie ein Dammriss heilen und der Hormonhaushalt wird umgestellt. Daher sollte die Mutter diese Zeit möglichst liegend verbringen, um ihren Körper zu schonen.

In der restlichen Zeit des Wochenbetts – das sogenannte Spätwochenbett - fühlen sich die meisten Frauen schon wieder körperlich fit. Dennoch sollten Sie sich in dieser Zeit nicht übernehmen und sich von Freunden und Familien während der nächsten Wochen unterstützen lassen. Denn Ihr Körper braucht immer noch Zeit, um sich zu erholen. Außerdem möchten Sie die ersten Wochen mit Ihrem Baby doch in Ruhe genießen können.

Der Wochenfluss

Außerdem setzt nun der Wochenfluss ein. Dieser besteht aus Wundsekret der Ablösungsstelle des Mutterkuchens. Auch Reste vom Plazentagewebe werden vom Körper ausgeschieden. Während der Zeit des Frühwochenbetts ist der Wochenfluss wie eine starke Periodenblutung. Dieser wird aber täglich schwächer und verändert seine Farbe von rot-braun in gelb-weiß. Der Wochenfluss dauert die gesamte Zeit des Wochenbetts an. Dicke Binden helfen während dieser Phase.

Rückbildungsgymnastik während und nach dem Wochenbett

Die Rückbildungsgymnastik nach der Geburt ist wichtig, um das gedehnte Gewebe wieder zu festigen und den Beckenboden zu stärken. Mit ersten leichten Übungen können Sie schon nach dem Frühwochenbett beginnen. Ihre Hebamme wird Ihnen zeigen, was die optimalen Übungen zu Beginn sind. Sechs bis acht Wochen nach der Geburt - also gegen Ende des Wochenbetts - können Sie mit einem Rückbildungskurs beginnen. Dieser wird im Übrigen, ebenso wie eine Hebamme für den Zeitraum von zehn Tagen nach der Geburt, von der Krankenkasse übernommen.

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