Wirecard-Manager Jan Marsalek auf der Flucht

Kriminalanalyst erklärt, warum besonders viele Psychopathen in den Chefetagen sitzen

24. April 2021 - 10:01 Uhr

Tausende Kleinanleger verlieren nach Wirecard-Pleite ihre Ersparnisse

Wie viel kriminelle Energie muss man haben, um den größten Finanzskandal in der deutschen Geschichte zu verantworten? Rund 20 Milliarden Euro vernichtet. Geld, das vor allem Tausende Kleinanleger mit Wirecard-Aktien verloren haben. Im Fokus der Ermittlungen: Der ehemalige Wirecard-Top-Manager Jan Marsalek, derzeit auf der Flucht. Im Video erklärt Geheimdienst-Analyst Mark T. Hofmann, warum jemand wie er, mit der Veranlagung eines Psychopathen, keine Ausnahme in den Chefetagen ist.

Jan Marsalek, ein Top-Krimineller

Je mehr Puzzleteile über Jan Marsalek zusammenkommen, desto mehr wird klar: Dieser Mann ist getrieben. Und eine Welt scheint es ihm besonders angetan zu haben: die des Geheimdienstes. Zu seinen engsten Freunden soll der ehemalige libysche Geheimdienstchef gehören, erzählt Bloomberg-Journalist Eyk Henning in dem Extra-Spezial "Im Rausch der Macht", das RTL am 22.04. um 22:15 Uhr zeigt. Und auch zum russischen und österreichischen Geheimdienst soll Jan Marsalek ganz besondere Kontakte haben.

Wer ist Jan Marsalek? Ein paar Fakten lassen aufhorchen, sagen sie doch auch viel über das Unternehmen Wirecard aus: Marsalek hat weder einen Schul- noch ein Studienabschluss. Trotzdem hat er es mit 30 Jahren in den Wirecard-Vorstand geschafft. In ein Unternehmen, das vor allem als Zahlungsabwickler von Glücksspiel- und Pornoseiten im Internet erfolgreich war. Ein schmutziges Geschäft, aus dem sich normalen Banken herausgehalten haben.

An Geld hat es ihm offenbar nie gemangelt: Er bestellte Frauen für tausend Euro die Nacht, mehrere gleichzeitig. Seine Partys über den Dächern von München sind legendär, hier stieß das Münchner Nachtleben auf russische Oligarchen. Sein Haus an der edlen Münchner Maximilianstraße kostete 650.000 Euro Miete – im Jahr.

Seine Flucht scheint er bis ins Detail vorbereitet zu haben, angeblich hat er vorher rund 100 Millionen Euro beiseitegeschafft. Er hat sogar Reisedaten in den Philippinen fälschen lassen, um falsche Spuren zu legen. Experten halten einen der meistgesuchtesten Menschen der Welt für einen Top-Kriminellen. Das ganze Ausmaß zeigt RTL am 22.04. ab 20:15 in einem Wirecard-Themenabend. Den Anfang macht der Doku-Thriller "Der große Fake – Die Wirecard-Story".

„Der große Fake – Die Wirecard-Story“ am 22. April 2021 bei RTL und im Streaming bei TVNOW

Der Doku-Thriller "Der große Fake – Die Wirecard-Story" hat am 22. April um 20.15 Uhr bei RTL seine Free TV-Premiere. Im Anschluss, ab 22.15 Uhr, beschäftigt sich das "Extra Spezial – im Rausch der Macht" mit dem aktuell untergetauchten Jan Marsalek. Außerdem: Was wussten unsere Politiker? Welche Rolle spielt Karl-Theodor zu Guttenberg? Und ist eine Wiederholung dieser Geschichte anderswo möglich? Der Doku-Thriller "Der große Fake – Die Wirecard-Story" ist außerdem auf TVNOW abrufbar.

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