2019 M02 11 - 17:01 Uhr

Hinter „Tik Tok“ verbirgt sich ein alter Bekannter

Soziale Netzwerke gibt es zwar viele, doch so richtig erfolgreich sind nur wenige. Die App "Tik Tok" ist allerdings auf dem besten Weg, eines der ganz großen zu werden. Wir erklären, worum es bei der App geht und bei wem sie schon jetzt richtig beliebt ist.

Worum geht es bei „Tik Tok“?

Die App gibt es schon länger, nur der Name ist vielen europäischen Nutzern neu: Denn hinter der chinesischen App steckt die App "musical.ly". In China heißt die App "DouYin", wird auf dem Weltmarkt aber als "Tik Tok" vertrieben. Das Video-Netzwerk wurde eingekauft und in die vorhandenen Funktionen von "Tik Tok" eingebaut.

Vereinfacht ist "Tik Tok" das Instagram für Videos. Nutzer können kurze Videos hochladen und sich darüber austauschen. Maximal 15 Sekunden können die Videos lang sein, und sie lassen sich durch Filter und Zeitraffer individuell bearbeiten.

Schon jetzt hat die chinesische App die 100 Millionen Downloads geknackt und wird aktuell häufiger heruntergeladen als Social-Media-Riese Facebook. Experten schätzen das Potential von "Tik Tok" hoch ein – vor allem bei der videobegeisterten jungen Zielgruppe. Schon lange ist das Netzwerk in China die beliebteste App und auch hierzulande wird sie immer beliebter.

Bei wem ist die App besonders angesagt?

"Tik Tok" ist vor allem bei Jugendlichen sehr beliebt. Denkt man an den Hype um die Lip-Sinc-Videos (eine Art Karaoke-Tanz), ist das nicht verwunderlich.

Das Mindestalter in der App ist mit 13 Jahren festgelegt. Wie auch in anderen sozialen Netzwerken, sollten Eltern gemeinsam mit ihren Kindern überlegen, welche Inhalte sie teilen sollten. Denn durch die Videos gewähren sie im Zweifel Fremden Einblicke in ihre Privatsphäre, deren Tragweite Kinder noch nicht erfassen können.

Laut den Betreibern findet eine 24-Stunden-Moderation statt, die Inhalte auf ihre Rechtmäßigkeit prüft. Darauf sollten sich Eltern allerdings nicht verlassen und klare Absprachen über die Nutzung treffen.

Ist die „Tik Tok"-App gefährlich?

Um einen Account zu erstellen, müssen sich Nutzer mit einer Telefonnummer oder einer E-Mail-Adresse anmelden. Sie können das neue Konto auch mit einem bestehenden Konto bei Google, Facebook, Instagram oder Twitter verknüpfen. Die Datensicherheit ist hier also vergleichbar mit anderen Apps.