Reicht die Discounter-Variante?

Günstig gegen teuer: Winter-Sportkleidung im Test

15. Januar 2021 - 11:17 Uhr

Kälte trifft Schweiß: Welches Sport-Outfit ist da am besten?

Wer jetzt seine guten Vorsätze umsetzen und sich im neuen Jahr mehr bewegen will, hat nur begrenzte Möglichkeiten – die Fitnessstudios bleiben nach wie vor zu. Sport an der frischen Luft ist deshalb beliebt wie nie. Hier kommt es allerdings auf die richtige Ausstattung an – schließlich wollen wir uns nicht nass schwitzen und gleichzeitig frieren! Deshalb testen wir drei Thermo-Outfits: das günstige Angebot vom Discounter, eine mittelpreisige Variante und teure Markenkleidung. Welches im Praxistest am meisten überzeugt, sehen Sie im Video!

Wärmebildkamera zeigt beste Isolation

Testerin Elif ist Personal Trainerin und hat klare Ansprüche an Sportklamotten: "Dass sie mich warm halten, dass sie meinen Schweiß auffangen und mir nicht kalt wird, das ist mir superwichtig." Auch der bequeme Sitz und die Optik dürfen nicht zu kurz kommen, ergänzt Testerin Carin.

Mit ausgiebigen Jogging- und Seilspring-Einheiten stellen die beiden drei Kombis aus je einem Funktionsshirt und einer Sportleggings auf den Prüfstand – ohne die Preise zu kennen:

  • Günstige Variante vom Discounter, Kosten rund 23 Euro
  • Mittelpreisiges Outfit, rund 45 Euro
  • Teures Markenset, rund 100 Euro

Elif und Carin testen die Outfits auf Sitz, Hautgefühl, Schweißaufnahme sowie Extras wie Reflektoren und Taschen. Außerdem begleiten wir sie mit einer Wärmebildkamera, um festzustellen, welche Kleidung am besten isoliert. Ob das Discounter-Set hier mithalten kann, sehen Sie im Video.

Labortest: Je dicker der Stoff, desto besser

Professorin Ulrike Schempp testet Sportoutfits auf ihre Qualität
Professorin Ulrike Schempp testet die Sportoutfits auf ihre Qualität
© RTL

Die Professorin Ulrike Schempp ist Expertin für Textiltechnik. In ihrem Labor untersucht sie die Qualität der drei Thermo-Outfits: "Hochwertige Sportkleidung, die funktioniert, sollte aus Chemiefasern bestehen – im Idealfall mit Elasthan, um einen körpernahen Sitz zu realisieren", erklärt sie.

Einsätze im Bereich der Schweißdrüsen, also unter den Armen und am Rücken, helfen, Feuchtigkeit besser abzutransportieren. Für die optimale Ableitung von Schweiß gilt außerdem: Je dicker der Stoff, desto besser. Mit einer Feinwaage prüft Prof. Schempp deshalb die Flächenmasse. Die Stoffproben des günstigen und mittelpreisigen Outfits liegen bei jeweils 2,4 Gramm – beim Markenset sind es 2,5 Gramm. Das teuerste Outfit ist hier also der eindeutige Gewinner und sorgt für das trockenste Gefühl auf der Haut.