Oft teure Reparaturen nach kurzer Zeit

Hinz will mehr Verbraucherschutz beim E-Bike-Kauf

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06. Mai 2021 - 12:00 Uhr

Grundsätzlich gut für die Umwelt

Hessens Umweltministerin Priska Hinz (Grüne) setzt sich für eine verbraucherfreundlichere Nutzung von E-Bikes ein. Der Trend in der Bevölkerung zu mehr E-Bikes sei gut für das Klima, da mit der Nutzung der Fahrräder häufiger das Auto stehengelassen werde, sagte Hinz der Deutschen Presse-Agentur in Wiesbaden.

Ressourcenverschwendung durch Reparaturen

Es gebe aber beim Kauf von E-Bikes auch einen Haken, da an vielen Modellen die Akkus fest verbaut seien und in ihrer Leistung schnell nachließen. "Das führt dazu, dass das Fahrrad schon nach kurzer Zeit teuer repariert werden muss."
"Wenn ständig Ersatzteile oder sogar komplett neue Räder gekauft werden, ist das außerdem eine unnötige Ressourcenverschwendung, die dem Klimaschutz nicht nutzt", erklärte die Grünen-Politikerin. Die Langlebigkeit der Räder, ihre Reparierbarkeit, die Verfügbarkeit von Ersatzteilen sowie der Austausch des Akkus sollten deshalb gesetzlich geregelt werden.

Entsprechende Regeln gefordert

Die EU plane zwar, über ihrer Batterieverordnung die Langlebigkeit von Geräten durch eine leichte Entfern- und Austauschbarkeit zu fördern, berichtete Hinz. Bislang fehlten die E-Bikes aber im Verordnungsentwurf. "Deshalb fordern wir die Bundesregierung auf, sich im Sinne des Verbraucherschutzes und des Klimaschutzes für eine entsprechende Regelung für E-Bikes einzusetzen." Auf der bis Freitag tagenden Verbraucherschutzministerkonferenz werde sie dazu einen Antrag einbringen.

Quelle: dpa

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