Am 6. November wird gesprengt

Jana Reichbauer und ihre Familie wohnen in der Nähe der Salzbachtalbrücke

Jana Reichbauer wohnt in der Nähe der Salzbachtalbrücke Am 6. November wird gesprengt
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Am 6. November wird gesprengt
Jana Reichbauer wohnt in der Nähe der Salzbachtalbrücke

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Seit Sperrung der Salzbachtalbrücke herrscht Chaos

Seit die Salzbachtalbrücke bei Wiesbaden aufgrund ihres baulich schlechten Zustandes geschlossen ist, herrscht Verkehrschaos in der Landeshauptstadt. Bis auf einige wenige Ausnahmen fahren seit Juni keine Züge mehr vom Hauptbahnhof, der PKW-Verkehr muss aufwändig umgeleitet werden, teils überfüllte Schienenersatzverkehr-Busse bringen Berufspendler nach Frankfurt. Damit die Situation nicht ewig so angespannt bleibt, soll die marode Brücke nun am 6. November gesprengt werden. Familie Reichbauer wohnt im direkten Umfeld zur Brücke, wir haben sie getroffen und mit ihnen über ihre Bedenken bezüglich der Sprengung nächste Woche gesprochen.

Anwohner der Brücke müssen evakuiert werden

Die 58 Jahre alte Brücke überquerten bis zu ihrer Sperrung im Juni täglich 80.000 Fahrzeuge, darunter fuhren 50.000 Autos und etliche Züge. Zwar wurde 2017 mit einer aufwändigen Sanierung begonnen, doch am 18. Juni dieses Jahres brach das Lager eines Pfeilers und die Fahrbahn sackte plötzlich um 40 Zentimeter ab.

Familie Reichbauer wohnt zwar 200 Meter entfernt, die Erschütterung haben sie trotzdem deutlich gespürt: „Es war ein sehr lauter Schlag und im ersten Moment dachte ich, es ist im Haus was passiert, aber es hat einfach auch die Erde gewackelt und dann war mir relativ schnell klar das muss von draußen von der Baustelle gekommen sein“, erzählt uns Jana Reichbauer. Am 6. November müssen Jana und ihre Familie aus Sicherheitsgründen ihr Haus verlassen, bis die Sprengung gegen Mittag vorüber ist.

Wiesbadens Bürgermeister wünscht sich Normalität zurück

Sollte bei der Sprengung am 6. November alles glatt laufen, wäre das ein erster wichtiger Schritt raus aus dem Verkehrschaos. „Eine Sprengung hat immer wahrscheinlich eine Form von Restrisiko. Wir sind aber zuversichtlich und hoffen sehr, dass alles gut geht“, erzählt uns Wiesbadens Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende. Direkt im Anschluss an die Sprengung soll mit den Aufräumarbeiten begonnen werden, im Idealfall könnte am Platz der Salzbachtalbrücke schon in einem Jahr eine neue Brücke stehen. (kmü)