WhatsApp knickt ein

Doch keine Einschränkungen für Update-Verweigerer

WhatsApp steht in der Kritik seit seinem neuesten Update.
WhatsApp steht in der Kritik seit seinem neuesten Update.
© REUTERS, Dado Ruvic, /FW1F/David Clarke

30. Mai 2021 - 11:51 Uhr

Das ominöse WhatsApp Update

Eigentlich hieß es vor zwei Wochen, wer dem neuesten WhatsApp Update und den Nutzungsbedingungen nicht zustimme, der würde nach und nach wichtige Funktionen der App verlieren. Jetzt rudert die Messenger App WhatsApp zurück. Alles bleibt beim Alten! Wie es dazu kommt?

Ein Update mit Folgen

Am 15. Mai kam es – das große Update von WhatsApp. Neue Nutzungsbedingungen und Datenschutzbestimmungen inklusive. Nur machte sich die Tochtergesellschaft von "Facebook" damit keine Freunde. Viel schlimmer noch: treue User wechselten weltweit die App und wichen auf "Telegram" und "Signal" aus, berichtet "thenextweb".

Jetzt aber Rolle rückwärts

In einem Statement, das "thenextweb" vorliegt, bestätigt ein Sprecher von WhatsApp: "Wir wollen klar machen, dass wir keinerlei Pläne haben, die Funktionen von WhatsApp einzugrenzen für die Menschen, die das Update nicht machen. Stattdessen werden wir diesen Usern regelmäßig ein Angebot machen, das Update doch zu akzeptieren."

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Aber was war eigentlich die Idee von WhatsApp?

Scheinbar ging es in den veränderten Datenschutzrichtlinie darum, personenbezogene Daten an den Mutterkonzern Facebook weiterzuleiten. Dabei teile WhatsApp Nutzerdaten zu Werbezwecken oder zur Verbesserung von Produkten mit Facebook. Aber: Diese Änderung sollte nie für EU-Länder gelten. Trotzdem bleibt ein Problem. Auch hier wird der Messenger-Dienst auch bezüglich seines Umgangs mit Datenschutz generell eher kritisch beäugt. An der Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, mit der Chat-Inhalte nur für die teilnehmenden Nutzer, aber nicht einmal für WhatsApp selbst im Klartext sichtbar sind, werde nicht gerüttelt.

Kein verpflichtendes Update

WhatsApp hat offenbar gemerkt, dass der Dienst so treue User vergrault. Der Ankündigen zu dem fragwürdigen Update folgten weltweite User-Reaktionen. So auch ein fragwürdiger und fälschlicher Kettenbrief, der vor Veränderungen bei WhatsApp warnen wollte. Jetzt ist das Update von dem Messenger-Dienst eben eher ein "Kann" als ein "Muss", an das man regelmäßig erinnert wird. (gas)

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