32-Jähriger stirbt wegen einer Wette

Bremen: Mann (32) springt von Brücke in Weser - und taucht nicht mehr auf

Trotz umfangreicher Suchmaßnahmen konnte der Vermisste bislang nicht in der Weser gefunden werden (Symbolbild).
Nach umfangreichen Suchmaßnahmen konnte der Vermisste am Dienstagnachmittag in der Weser gefunden werden (Symbolbild).
Werner Dieterich, picture alliance / imageBROKER | Werner Dieterich

Tragisches Ende einer albernen Wette in Bremen: In der Hansestadt wurde seit Samstagabend ein 32-Jähriger vermisst. Jetzt ist es traurige Gewissheit: Der Mann ist tot. Er hatte laut Polizei zuvor mit einem 44-Jährigen gewettet, „wer von den beiden sich traut, zur Abkühlung von der Brücke in die Weser zu springen“.

Mann war nach Sprung in die Weser tagelang vermisst

Ein Hitze-Hoch hat Deutschland fest im Griff, auch am Abend sinken die Temperaturen kaum. Die Menschen lechzen nach Abkühlung. So auch zwei Männer am Samstagabend in der Hansestadt Bremen. Zeugen schildern, die beiden gegen 22:30 Uhr auf der Bürgermeister-Smidt-Brücke zusammen gesehen zu haben.

Dort sollen sie gewettet haben, wer von beiden sich traue, zur Abkühlung in die Weser zu springen. Der 32-Jährige soll daraufhin seine Schuhe ausgezogen und ins Wasser gesprungen sein. Er wurde wohl sofort von der Strömung der Weser erfasst und verschwand mit ihr. Der zurückgebliebene, 44-jährige Mann stehe laut Polizei unter Schock.

Dienstagnachmittag entdeckt ein Passant eine Leiche in der Weser. Die Kriminalpolizei bestätigt, dass es sich um den Vermissten handelt.

Polizei und DLRG warnen vor Sprüngen von Brücken

Bürgermeister-Smidt-Brücke
Die Bürgermeister-Smidt-Brücke in Bremen.
RTL Nord

Nils Matthiesen von der Polizei Bremen zu RTL: „Leider kommt es immer wieder im Sommer vor, dass Menschen versuchen die Weser zu durchschwimmen oder von Brücken springen. Das ist verboten, da die Strömung lebensgefährlich ist." Genauso wie der Schiffsverkehr. „Zusätzlich ist es bei den Brückenspringern so, dass man nie genau sagen kann, wie tief die Weser wo gerade ist – zumindest kann man das nicht von der Brücke sehen“, so Philipp Postulka von der DLRG Bremen im RTL-Interview. Außerdem könne das kalte Wasser zu Kreislaufproblemen führen.

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DLRG ärgert sich über Brückenspringer

Bürgermeister-Smidt-Brücke
Von hier soll der 32-Jährige gesprungen sein.
RTL Nord

Neben dem tragischen Einsatz am Samstag wurde die DRLG Bremen auch am Sonntagabend zur Weser gerufen. Zwei junge Männer wurden im Wasser gemeldet – sie konnten sich noch aus eigener Kraft ans Ufer retten: „Wir sind gerne bereit Menschen zu retten, deshalb engagieren wir uns in unserer Freizeit, wenn das aber mutwillig ist, weil Menschen verbotenerweise in die Weser springen, dann ist das einfach ärgerlich“, sagt Philipp Postulka weiter. (dpa/lha/kum)