Wegen seines Defibrillators

Spielverbot für Eriksen in Italien!

22. Juli 2021 - 22:11 Uhr

Erteilen der Spielgenehmigung ist nicht möglich

Was für eine bittere Nachricht für Christian Eriksen: Der dänische Fußball-Star kann seine Karriere nach seinem Herzstillstand während der EM auf keinen Fall bei Inter Mailand oder einem anderen italienischen Verein fortsetzen. Fabrizio Braconaro, Mitglied der wissenschaftlichen Kommission beim italienischen Verband, erklärte in einem Radio-Interview, das Erteilen einer Spielgenehmigung für einen Profi mit eingesetztem Defibrillator sei nicht möglich.

Eriksen musste auf dem Feld wiederbelebt werden

Der 29-Jährige war im ersten dänischen EM-Spiel gegen Finnland (0:1) zusammengebrochen und musste auf dem Platz wiederbelebt werden. Es waren absolut schockierende Bilder. Das Drama um Eriksen ging um die Welt. Und wurde zum großen Thema des Turniers. Auch weil das Spiel nach einer langen Unterbrechung fortgesetzt wurde. Die UEFA kassierte dafür reichlich Kritik.

Eriksen, der noch auf dem Feld wiederbelebt werden musste, wurde wenige Tage später in einer Operation ein subkutaner Defibrillator implantiert, der Herzrhythmusstörungen erkennt und dann im möglichen Notfall gegenschockt. Eine kleine Möglichkeit, eine aber nahezu ausgeschlossene, gibt es für Eriksens Zukunft in Italien: "Wenn ihm der Defibrillator entfernt wird und ein Spezialist zeigen kann, dass es ihm körperlich gut geht, kann er wieder für Inter spielen", sagte Braconaro

In Italien gelten deutlich strengere Regeln als in anderen europäischen Ligen. Zum Beispiel spielt der ehemalige niederländische Nationalspieler Daley Blind von Ajax Amsterdam mit einem Defibrillator. Eriksens Vertrag bei Inter läuft bis 2024. Zu einer möglichen Fortsetzung seiner Profikarriere hat sich der Mittelfeldspieler noch nicht geäußert. (tno/sid/dpa)

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