Nur gucken, nicht anfassen

Natur-Rätsel: Was steckt hinter dem Purpur-Teich vom Hildesheimer Wald?

10.01.2023, Niedersachsen, Sibbesse: Purpurfarben schimmert das Wasser in einem kleinen Teich im Hildesheimer Wald bei Sibbesse. Experten vom Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) vermuten, dass Mikroor
Der Purpur-Tümpel ist kaum zu übersehen und beeindruckt mit der kräftigen Färbung.
jst lop, dpa, Julian Stratenschulte

Dass ein stehendes Gewässer in Deutschland nicht unbedingt azurblaues Wasser hat, überrascht wohl niemanden. Ein Tümpel bei Sibbesse (Landkreis Hildesheim) in Niedersachsen erstrahlt derzeit aber in einer ganz besonderen Farbe: Purpur! Experten haben auch schon eine Vermutung, woran das liegen könnte.

Purpur-Teich im Hildesheimer Wald

Verfärbungen von Gewässern haben laut des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) oft den Hintergrund, dass dort Mikroorganismen tätig sind. So wohl auch im Fall des purpurfarbenen Teichs in der Gemeinde Sibbesse. Und hier seien es laut Hans-Heinrich Schuster vom NLWKN eben Pupurbakterien.

Schöne Farbe, schlechter Zustand

10.01.2023, Niedersachsen, Sibbesse: Purpurfarben schimmert das Wasser in einem kleinen Teich im Hildesheimer Wald bei Sibbesse. (recrop) Experten vom Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) vermuten, das
Unter der ruhigen Oberfläche des Teichs arbeiten Mikroorganismen.
jst lop, dpa, Julian Stratenschulte

Die schöne purpurne Farbe kann ein Anzeichen für den schlechten biologischen Zustand von Gewässern sein. Denn hier entsteht laut Schuster über Gärungsprozesse Schwefelwasserstoff. Den wiederum können die Mikroorganismen, bzw. Bakterien nutzen, um zusammen mit Licht Photosynthese zu betreiben. Natürlicher Farbstoff hilft bei den Prozessen in unwirtlichen Umgebungen – und sorgt ganz nebenbei für die besondere Farbe der Bakterien.

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Naturphänomen zum Angucken

Zwar handelt es sich bei den Bakterien nicht um giftige Blaualgen, die auch für eine rötliche Färbung sorgen können, vom Betreten des Tümpels rät der Experte aber trotzdem ab. Und als Foto oder Video ist das Naturphänomen wohl eh am schönsten. (dpa/dka)