Polizei ermittelt an Hamburger Stadtteilschule

War es Snus? 16-Jähriger Schüler ins Krankenhaus eingeliefert

Snus Lutschtabak-Dose
Snus Lutschtabak-Dose
© Pixabay, Pixaby

24. November 2021 - 12:16 Uhr

Vermutlich Lutschtabak konsumiert

Gegen 09.15 Uhr steuern mehrere Rettungswagen die Stadtteilschule Hamburg-Horn an. Drei Schüler klagten aus zunächst unbekannter Ursache über Übelkeit und waren stark benommen. Einer von ihnen, ein 16-jähriger Junge, war nicht mehr ansprechbar und musste ins Krankenhaus eingeliefert werden, so ein Sprecher der Polizei Hamburg gegenüber RTL Nord. Nach ersten Befragungen anderer Schüler, sollen die drei den Kautabak Snus konsumiert haben.

Rauchfreier Tabak mit starkem Nikotingehalt

Snus-Beutel
Snus-Beutel
© Pixabay

Der Verkauf von Snus ist in Deutschland verboten, sein Konsum nicht. Es handelt sich bei Snus um rauchfreien Tabak, dessen Nikotin über die Mundschleimhaut direkt in den Körper gelangt. Das geschieht, indem man sich die kleinen Beutelchen oder wahlweise auch die Snus-Masse in reiner Form direkt zwischen Oberlippe und Zahnfleisch klemmt. Dort lässt man den Snus dann wirken. Und das kann deutlich länger dauern, als die üblichen fünf Minuten, die man sonst bei einer Zigarette hat.

Lutschtabak kann süchtig machen

Die Wirkung von Snus ist nicht zu unterschätzen. Vor allem junge Menschen berichten häufig davon, dass ihnen der Snus auf den Kreislauf schlägt und direkt in den Kopf steigt. Dies deutet bereits an, dass der Gebrauch von Snus nicht unschädlich für die Gesundheit ist, denn Snus kann nicht nur süchtig machen, sondern erhöht auch das Krebsrisiko im Mund- und Rachenraum.

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Ermittlungen dauern an

Die Ermittlungen der Polizei in Hamburg Horn dauern an. "Ob der Tabak tatsächlich Auslöser des Vorfalls war, können wir zur Zeit noch nicht bestätigen", erklärte ihr Sprecher gegenüber RTL Nord.