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Von Putzen bis Dünger: Asche kann im Haushalt richtig viel bewirken

Nicht nur Asche ist ein wahrer Allrounder im Haushalt.
Nicht nur Asche ist ein wahrer Allrounder im Haushalt.
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07. Oktober 2021 - 12:41 Uhr

Asche erweist sich im Haushalt als ganz schön hilfreich

Dass viele Abfälle, die im Haushalt anfallen, eigentlich viel zu schade für den Mülleimer sind, das haben Sie sicher schon mal gehört. Aber wussten Sie auch, dass Asche, die zum Beispiel beim Grillen oder jetzt im Herbst bei einem kleinen Lagerfeuer anfällt, ebenfalls dazu gehört?

Asche ist organisches Material und daher ein super Dünger

Asche ist zwar letztlich nichts anderes, als der Rest von etwas Verbranntem, aber er ist der Rest von verbranntem organischen Material. Und das macht sie als Haushaltshelfer so kostbar. Das liegt daran, dass in der Asche Mineralstoffe aus Pflanzengewebe in hoher Konzentration enthalten sind. Dadurch eignet sie sich wunderbar als Dünger für Pflanzen, die kalkliebend sind und für Böden mit hohem Säuregehalt.

Auch beim Kompostieren kann die Asche helfen

Asche besitzt neben den konzentrierten Mineralstoffen außerdem die Eigenschaft, dass sie einen recht hohen pH-Wert hat. Wenn Sie zu Hause kompostieren, dann kann Ihnen diese Eigenschaft der Asche dabei eine große Hilfe sein. Kompost, oder eher die Mikroorganismen, die im Kompost für die Zersetzung zuständig sind, benötigen einen hohen pH-Wert, um ihre Arbeit gut machen zu können. Sie können diese Mikroorganismen also dadurch unterstützen, dass Sie sie mit Asche füttern.

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Nicht nur im Garten zu etwas zu gebrauchen

Haben Sie in der Drogerie schon den neuen Trend wahrgenommen? Kohle zur Körperpflege. Immer öfter bringen Unternehmen zum Beispiel Zahncremes raus, die mit schwarzer Kohle für noch weißere Zähne sorgen sollen. Aber wieso eigentlich etwas kaufen, was man eigentlich schon da hat? Sie können nämlich genauso gut die Asche, die beim nächsten Herbst-Lagerfeuer übrig bleibt, für Ihre Zahnpflege nutzen.

Und wie so viele Beauty-Tricks, hat auch dieser seinen Ursprung in einer Zeit, lange vor unserer. Viele Völker nutzten Asche aufgrund der enthaltenen Stoffe Magnesium, Zink, Kalium und Kalzium für die Reinigung ihrer Zähne.

Probieren Sie es doch mal aus: Etwas feinen Aschestaub auf die feuchte Zahnbürste und schrubben wie gewohnt. Danach den Mund gründlich ausspülen, fertig. Zwar fehlt der gewohnte Geschmack nach Kräutern, Minze und Co., aber die Effektivität leidet darunter bestimmt nicht.

Auch Backpulver, Natron und Kaffeesatz haben was zu bieten

Backpulver: Durch das enthaltene Natron kann man Backpulver nicht nur zum Backen verwenden. Auch im Haushalt kann es an einigen Stellen wahre Wunder vollbringen.

  • Als Entkalker: Um die Kaffeemaschine oder den Wasserkocher zu entkalken, nutzt man Backpulver zusammen mit etwas Wasser. Kurz aufkochen und einige Zeit einwirken lassen. Danach blinkt das Gerät wieder wie neu!
  • Als Ofenreiniger: Wenn wieder einmal etwas auf dem Backblech festgebacken ist und der Ofen eine Grundreinigen benötigt, kann auch hier das Backpulver Abhilfe leisten. Backpulver mit Wasser mischen, auf das Blech und die betroffenen Stellen im Ofen geben, einwirken lassen und fertig.
  • Als Abflussreiniger: Neben der Küche kann Backpulver auch im Bad beim Putzen unterstützen. Mit etwas Essig gemischt, kann es nämlich den chemischen Abflussreiniger ersetzen.

Kaffeesatz:

Sowohl im Beauty-Bereich in Form eines Peelings, als auch im Haushalt kann man mit Kaffeesatz einiges erreichen.

  • Als Dünger: Kaffeesatz enthält kostbare Nährstoffe wie Stickstoff, Phosphor und Kalium. Dadurch eignet er sich besonders gut als Dünger für Balkon- und Gartenpflanzen, die die Extraportion Nährstoffe gerne annehmen.
  • Gegen Schädlinge: Viele Schädlinge, wie Schnecken oder auch Blattläuse können das Koffein im Kaffeesatz nicht ausstehen. Auf sie wirkt es nämlich wie ein Nervengift. Hat man also anfällige Pflanzen, wie zum Beispiel Salat, der gerne von Schnecken angeknabbert wird, kann man diese mit einem Ring aus Kaffeesatz vor ihnen schützen. Auch Blattläuse kann man mit einer Kaffeesatz-Wasser-Mischung, die man auf die Blätter sprüht, loswerden.

Es muss also nicht immer Chemie sein. Häufig fallen im Alltag schon wahre Wunderwaffen an, deren Wirkung man gerne einmal unterschätzt.

(vho)