Drei infizierte Tiere im Schleswig-Holsteinischen Wattenmeer

Vogelgrippe bei toten Seehunden nachgewiesen

Ein toter Seehund (Symbolbild).
Ein toter Seehund (Symbolbild).
© dpa, Carsten Rehder

20. September 2021 - 16:56 Uhr

Nachweis von Geflügelpest-Virus bei mehreren Seehunden

Im Schleswig-Holsteinischen Wattenmeer wurde bei mehreren tot aufgefundenen Seehunden das Geflügelpest-Virus nachgewiesen. Untersuchungen der verendeten Tiere am Institut für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung der Tierärztlichen Hochschule Hannover in Büsum und des Friedrich-Loeffler-Instituts bestätigten den Fund des Virus-Subtypen H5N8 in drei Proben, teilte das Umweltministerium am Montag mit.

Große Ähnlichkeit zu Vogelgrippeviren bei Wildvögeln

Erste Untersuchungen deuten auf eine große Ähnlichkeit der infizierten Proben zu den Vogelgrippeviren hin, die zuvor bei Wildvögeln festgestellt wurden. In Schleswig-Holstein kam es in den vergangenen Monaten immer wieder zu positiven Befunden des Virus. Im März mussten im Kreis Plön beispielsweise etwa 76.000 Legehennen getötet werden, nachdem in einem Mastbetrieb die Geflügelpest ausgebrochen war.

Leichte Häufung der Fälle seit Mitte August

Über ein Überspringen des H5N8-Virus auf Säugetiere sei im vergangenen und in diesem Jahr bereits bei vier Seehunden sowie bei einer Kegelrobbe, einem Fuchs in Großbritannien und bei einer Kegelrobbe in Schweden berichtet worden, teilte das Ministerium in Kiel mit.

Im Wattenmeer beobachteten die Behörden seit Anfang August eine leichte Häufung von positiven Fällen bei toten und noch lebenden Seehunden. Strandbesucher sollen Seehunde aufgrund einer möglichen Vogelgrippe-Infektion nicht anfassen und Hunde auf Abstand halten.