Auch gut fürs KlimaGigantischer Energiebedarf: Strom und Geld sparen beim Video-Streaming
![DIESES FOTO WIRD VON DER RUSSISCHEN STAATSAGENTUR TASS ZUR VERFÜGUNG GESTELLT. [SOCHI, RUSSIA - MARCH 9, 2022: The Netflix logo is pictured on a remote. Netflix streaming service and production company suspends operation in Russia due to the situation with Ukraine. Dmitry Feoktistov/TASS]](https://www.rtl.de/img/113506/1660649493/c16_9/1200/dieses-foto-wird-von-der-russischen-staatsagentur-tass-zur-verfuegung-gestellt-sochi-russia-march-9-2022-the-netflix-logo-is-pictured-on-a-remote-netflix-streaming-service-and-production-company-suspends-operation-in-russia-due-to-the-situation-with-ukraine-dmitry-feoktistovtass.webp)
Ohne Netz geht mittlerweile nicht mehr viel. Ob nun Shopping, Bankgeschäfte, Reisen, Spielen oder Unterhaltung - das meiste lässt sich online erledigen. Doch das hat einen Preis: Nutzung und Betrieb des Internets machen laut Schätzungen sechs bis zwölf Prozent des gesamten globalen Stromverbrauchs aus. Besonders energieintensiv und damit teuer: das Streamen von Video-Inhalten. Das schlägt sich nicht nur in der CO₂-Bilanz nieder, sondern auch im Geldbeutel.
87 Prozent der Deutschen streamen Serien, Filme & Co.
Eine Umfrage der Onlineplattform Statista aus dem Jahr 2021 zeigt: 87 Prozent aller Menschen in Deutschland konsumieren über Streaming-Dienste Videos und Musik. Neben den monatlichen Abo-Gebühren fallen dabei auch entsprechende Stromkosten an. Denn bei einer Stunde RTL+, Netflix & Co in Full-HD-Auflösung kommen rund drei Gigabyte Daten zusammen.
Der Energiekonzern E.ON rechnet vor: Geht man nun von einem durchschnittlichen Stromverbrauch von 0,006 Kilowattstunden pro Gigabyte aus und streamt täglich zirka ein bis zwei Stunden über ein TV-Gerät, so summiert sich der Stromverbrauch am Ende des Jahres auf rund 50 Kilowattstunden auf 15 Euro an Stromkosten.
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So sparen Sie sogar beim Video-Streamen

Wenn auf mehreren Geräten gestreamt wird, kommt ein entsprechend höheres Sümmchen zusammen. In Zeiten hoher Energiekosten lässt sich also auch hier etwas einsparen - zum Wohl der Umwelt und des eigenen Geldbeutels.
Muss es wirklich Full-HD oder gar 4K sein? Wer anstatt in 4K-Qualität "nur" in HD-Qualität streamt, spart 86 Prozent Energie.
Auto-Play deaktivieren: Viele Streaming-Portale spielen automatisch ein neues Video ab, sobald das gesehene beendet ist. Durch entsprechende Einstellungen lässt sich das abstellen.
Wer einen bestimmten Film mehrfach ansehen will, sollte Download-Möglichkeiten nutzen - oder auf eventuell bereits vorhandene DVDs oder Blu-Rays zurückgreifen.
Allgemein gilt ja: Geräte nicht ungenutzt laufen lassen - das gilt beim Streamen natürlich umso mehr.
Musik besser nicht via YouTube "auf dem Fernseher hören": Wenn Sie nur Musik hören wollen, dann nutzen Sie besser einen Musik-Streaming-Dienst!
Wenn Sie ein Tablet oder Laptop besitzen: Im Bett kann man damit wunderbar Filme konsumieren - und auch kleinere Ausgabegeräte sparen Strom.
Beim Neukauf von TV-Geräten gilt: kaufen Sie sich energieeffiziente Geräte. Energielabel wie der Blaue Engel oder „TCO Certified“ von der EU geben eine Orientierung.
Film aus? TV- oder sonstiges Gerät sofort ausschalten – „screen saver“ sparen weder Energie noch schonen Sie den Bildschirm!
Wer schläft, streamt nicht: Ihren WLAN-Router können Sie nachts getrost abschalten - bei den meisten Routern kann man eine Nacht-Abschaltung auch programmieren. (ija)
GUT ZU WISSEN: Sparen mit dem Vize-Kanzler - DAS sind die besten Tipps aus Habecks Spar-Kampagne
Die Energiepreise explodieren, die Versorgung mit fossilen Rohstoffen aus Russland ist ungewiss – daher sollten wir alle gemeinsam so viel wie möglich Energie zu sparen. Das ist ein Appell von Bundeswirtschafts- und Klimaschutzminister Robert Habeck und einem breiten Bündnis von Verbänden. Der Name der Kampagne: „80 Millionen gemeinsam für den Energiewechsel“. Das Tolle: Sie müssen nicht erst viel Geld in etwa neue Heizanlagen investieren und sie können jeden Tipp mühelos im Alltag umsetzen.


