Probe-Abo, Handyvertrag & Co.

Einfach online kündigen: Diese Anbieter machen am besten Schluss

Verträge kündigen ohne Komplikationen: Online-Dienste übernehmen für Sie die Arbeit
Verträge kündigen ohne Komplikationen: Online-Dienste übernehmen für Sie die Arbeit
© imago/Westend61, Boy, imago stock&people

14. Juni 2021 - 15:20 Uhr

Das sind die Testsieger der Online-Kündigungsdienste

Mit Probeverträgen lassen sich Streaming-Dienste, Fitnessstudios und Co. einfach gratis austesten – allerdings müssen sie dann auch wieder rechtzeitig gekündigt werden. Auch bei Mobilfunk, Versicherungen, Zeitschriften und mehr kann man leicht den Überblick verlieren. Diverse Online-Dienstleister werben damit, Verträge ohne großen Aufwand per Mausklick fristgerecht für Sie zu kündigen. "Finanztest" hat sieben davon geprüft und verrät, mit welchen Anbietern Online-Kündigungen am einfachsten sind.

Andere online kündigen lassen: So geht's

Das Prinzip ist bei allen Anbietern das gleiche: Statt zum Briefkasten zu laufen oder lange nach der richtigen Mail-Adresse zu suchen, können Kunden Online-Kündigungsdienste alle nötigen Schritte abwickeln lassen. Diese helfen bei der Übersicht über Kündigungsfristen und verfügen über umfangreiche Adressdatenbanken - die umständliche Suche nach der richtigen Adresse entfällt so. Am Ende des Prozesses geht ein korrektes Kündigungsschreiben an den jeweiligen Abo-Anbieter. Im Test gelang das meist gut.

Online-Kündigungsservice: Die Testsieger

Im Detail gibt es Unterschiede: Bei manchen Anbietern waren Datenschutz und Nutzerfreundlichkeit nur mäßig. Einige Anbieter bieten zudem rechtlich unwirksame Zusatzdienste für Extragebühren an. So wirbt etwa "volders.de" mit extrasicherer Kündigung für 14,99 Euro. Heißt: Kündigung per Einschreiben und eine Kopie geht an einen Anwalt. Klingt sicher und mag den einen oder anderen Anbieter beeindrucken, ist laut "Finanztest" rechtlich aber völlig bedeutungslos. Immerhin: Handfeste Datenschutzmängel fand "Finanztest" aber bei keinem.

Testsieger sind "aboalarm.de" und "volders.de", die in allen Teilbereichen mindestens "gut" abschnitten. Für eine einfache Kündigung per E-Mail, Brief oder Fax wird hier eine Gebühr von 3,99 Euro beziehungsweise 5,99 Euro erhoben.

RTL NEWS empfiehlt

Anzeigen:

Bei schwierigen Fällen: Gerichtsvollzieher beauftragen

"Wenn Sie rechtzeitig einen Kündigungsdienst einschalten, reicht das jeweils günstigste Angebot ohne Extras", so das Urteil von "Finanztest". In manchen Fällen sei die eigene Kündigung ohnehin der bessere Weg, so die Tester. Zum Beispiel dann, wenn die Frist fast abgelaufen ist. Bleibt eine Bestätigung der per Dienstleister versandten Kündigung aus, rät das Magazin ohnehin nochmal zum eigenen Schreiben.

Will ein Vertragspartner von einer Kündigung so gar nichts wissen, haben Kundinnen und Kunden noch eine Möglichkeit, die laut "Finanztest" keiner der getesteten Kündigungsanbieter im Programm hat: Die Zustellung durch einen Gerichtsvollzieher. Hier erhält man auch eine vor Gericht anerkannte Zustellungsurkunde, wenn beim Vertragspartner niemand erreichbar ist und das Schreiben nur in den Briefkasten gelegt werden kann. "Finanztest" empfiehlt hier folgendes Vorgehen:

  1. Auf justiz.de nach dem allgemeinen Gerichtsstand des Adressaten suchen
  2. An die Gerichtsvollzieherverteilung beim genannten Amtsgericht schreiben: "Hiermit beauftrage ich Sie mit der Zustellung des anliegenden Schreibens"
  3. Sie erhalten Ihre Zustellungsurkunde – Kostenpunkt: rund 10 Euro. (rka/dpa)