Nach mehreren Tagen Unterbrechung

Vermisste Rebecca Reusch: Polizei sucht wieder mit Spürhunden an See

Die Polizei sucht wieder am Herzberger See nach der verschwunden Rebecca.
Die Polizei sucht wieder am Herzberger See nach der verschwunden Rebecca.
© dpa, Toni Feist, fgj

10. April 2019 - 17:44 Uhr

Taucher bislang nicht eingeplant

Seit fast zwei Monaten ist Rebecca Reusch (15) aus Berlin verschwunden. Nach mehreren Tagen Pause geht jetzt die Suche nach dem Mädchen weiter. Die Berliner Polizei ist erneut mit Spürhunden am Herzberger See in Brandenburg im Einsatz. Dort hatten die Ermittler schon Ende März mit Hunden und Tauchern nach der Schülerin gesucht. Laut einer Polizeisprecherin ist bislang nicht geplant, auch Taucher einszusetzen.

Familie des Schwagers glaubt an dessen Unschuld

Die 15-Jährige wird seit dem 18. Februar vermisst. Polizei und Staatsanwaltschaft gehen davon aus, dass die Schülerin Opfer eines Verbrechens wurde. Von Anfang an war ihr Schwager Florian R. im Zentrum der Ermittler. Mit Fotos wurde öffentlich nach Zeugen gesucht, die ihn am Tag von Rebecca Reuschs Verschwinden gesehen haben könnten. "Auch wenn die Polizei davon fest überzeugt war, stand es für uns nicht zur Debatte, dass Flo Rebecca was angetan haben könnte", sagt seine Frau Jessica R. im RTL-Interview. "Man bekommt viel Druck von außen und wird beleidigt, nur weil wir als Familie zusammenhalten." Florians Verteidigerin Petra Klein hatte zuvor im rbb-Interview die Ermittlungsbehörden und Medien kritisiert.

Florian R. wurde inzwischen aus der Untersuchungshaft entlassen. Ein Ermittlungsrichter sah keinen dringenden Tatverdacht mehr.

Vermisste Rebecca Reusch: Über 2.200 Hinweise aus der Bevölkerung

Zu dem Fall gingen mehr als 2.200 Hinweise aus der Bevölkerung bei der Polizei ein. Vor einer Woche hatte der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Martin Steltner, gesagt: "Wir geben die Hoffnung nicht auf, dass wir im Fall Rebecca doch noch weiterkommen."

Mehr über den Fall Rebecca zeigen wir in der großen TVNOW-Doku.