200 Kräfte suchten teilweise nach der Jugendlichen

Vermisste Joggerin: 17-Jährige hat sich Entführung ausgedacht

09.11.2021, Frankreich, Laval: Celine Maigne (M), Staatsanwältin von Laval, gibt eine Pressekonferenz mit den französischen Gendarmen Pierre-Yves Le Trong (r) und Jean-Pierre Potot nach den ersten Suchaktionen nach einem 17-jährigen vermissten Mädche
Die Jugendliche soll sich bei den Behörden entschuldigt haben, diesen Großeinsatz ausgelöst zu haben.
sj pat, dpa, Jean-Francois Monier

Sie gab an, entführt worden zu sein

Eine Schülerin aus Laval, Frankreich, hatte am Montag zum Joggen das Haus verlassen. Dann kam die Schülerin nicht mehr zurück. Einen Tag später wurde sie wiedergefunden, wohl auf aber in einem Schockzustand. Sie gab an, entführt worden zu sein. Diese Geschichte haben alle geglaubt – jetzt kommt aber heraus: Das war alles gelogen.

Das T-Shirt zerschnitt sie sich mit einer Schere

Laut der Staatsanwaltschaft Laval soll die Jugendliche angegeben haben, dass sie beim Joggen angegriffen und mit einem Auto zu einem Haus gebracht wurde. Dort soll es ihr, nach eigener Aussage, aber gelungen sein zu fliehen. Der Fall hat tagelang die Medien beschäftigt. Jetzt gab die 17-Jährige aber zu, dass das alles gar nicht passiert ist.

Sie erklärte, dass sie sich das T-Shirt mit einer Schere zerschnitten habe. Die Wunden seien bei einem Unfall passiert. Die Jugendliche sei zu Fuß in die etwa 45 Kilometer entfernte Stadt nach Sablé-sur-Sarthe gelaufen.

Es tut ihr Leid, so ein Aufgebot ausgelöst zu haben

Als die 17-Jährige zugab, sich die Entführung nur ausgedacht zu haben, entschuldigte sie sich bei den Behörden, dass sie so ein Großaufgebot ausgelöst hat. In einer Untersuchung soll jetzt Näheres zu ihrer Persönlichkeit herausgefunden werden. Ihr Verhalten kann man sich bisher nicht erklären. (fst)