Tödliche Mutprobe

US-Student (†20) trinkt 40 Shots - jetzt ist er tot

Dieses Foto hat die Familie von Stone Foltz für die Öffentlichkeit freigegeben.
Dieses Foto hat die Familie von Stone Foltz für die Öffentlichkeit freigegeben.
© Privat

09. März 2021 - 15:02 Uhr

USA: Mutprobe endet tödlich - Student erleidet Hirntod

Stone Foltz wurde nur 20 Jahre alt. Sein Tod erschüttert die Bowling Green State Universität im US-Bundesstaat Ohio und lässt viele mit Fassungslosigkeit zurück. Laut Medienberichten starb der junge Mann nach einem Aufnahmeritual einer Studentenverbindung. Rund 40 Schnapsgläser mit hochprozentigem Alkohol sollte Foltz trinken, um Teil der Gruppe zu werden. Doch der "Spaß" endete für den 20-Jährigen tödlich.

Student soll schikaniert worden sein

US-amerikanische Verbindungen und ihre Partys sind berüchtigt. Immer wieder berichten Medien über ekelerregende und gefährliche Rituale, bei denen weit übers Ziel hinausgeschossen wird. Ein Trend dabei ist das sogenannte Komatrinken. Neue Mitglieder werden gezwungen, eine große Menge an Alkohol zu sich zu nehmen, um Teil einer Gruppe zu werden. Dabei bringen sie sich in eine lebensbedrohliche Lage, wie Stone Foltz.

Der 20-jährige Student wollte Mitglied der "Pi Kappa Alpha"-Studentenverbindung an der Bowling Green State Universität in Ohio werden, berichtet die "Washington Post". Um aufgenommen zu werden, sollte der junge Mann auf einer Party außerhalb des Campus rund 40 Shots mit hochprozentigem Alkohol trinken – und er tat, was ihm befohlen wurde. Foltz trank am Donnerstagabend die hohe Menge an Hochprozentigem und soll dabei laut "Dailystar" sogar von Kommilitonen schikaniert worden sein. Die Mitglieder der Verbindung brachten ihn anschließend gegen 23 Uhr in seine Wohnung. Mitbewohner fanden ihn daraufhin bewusstlos in seinem Bett und alarmierten den Notruf. Er sei bereits in einem kritischen Zustand gewesen, teilte sein Anwalt am Montag mit.

Foltz wurde ins Krankenhaus gebracht, doch es war zu spät. Die Ärzte konnten den jungen Mann nicht mehr retten. Am Sonntagmorgen bestätigte die Familie den Tod des 20-Jährigen. Seine Organe sollten gespendet werden, um andere Leben zu retten, teilte die Familie weiter mit.

„Der Tod von Stone Foltz ist eine Tragödie“

Die Polizei in Ohio hat nun Untersuchungen eingeleitet, heißt es. Die Mitglieder der Studentenverbindung seien vorübergehend suspendiert worden, außerdem habe die Universität der Verbindung den Status einer Studentenorganisation entzogen. "Der Tod von Stone Foltz ist eine Tragödie", wird der Anwalt der Familie, Sean Alto, zitiert.

Auch ein Sprecher der Studentenverbindung nimmt Stellung zum tragischen Tod des 20-Jährigen. "Die Bruderschaft verfolgt eine Null-Toleranz-Politik gegenüber illegalen Aktivitäten, Drogenmissbrauch, Mobbing und Schikanen jeglicher Art", heißt es in einer Erklärung.