200 frisierte Autos fuhren Wettkämpfe, Menge jubelte ihnen zu

Wie in "The Fast and the Furious": Illegale Rennserie in New York nach Undercover-Ermittlungen aufgeflogen

Fotos: Suffolk Police Department / Collage: rtl.de
Fotos: Suffolk Police Department / Collage: rtl.de

07. Dezember 2020 - 12:09 Uhr

Polizei beschlagnahmt Sportwagen

Seit Oktober fanden östlich von New York illegale Straßenrennen mit Hunderten hochgetunter Sportwagen statt, teils unter den Jubelrufen begeisterter Zuschauer. Die PS-Protze dachten wohl, sie bleiben unbemerkt, doch die Polizei hat jetzt 12 von ihnen festgenommen. Die Wettkämpfe im Bezirk Suffolk auf der Insel Long Island erinnerten an die Filmreihe "The Fast and The Furious", sagte Landrat Steven Bellone.

„Illegale Rennen gehören nach Hollywood“

"Illegale Rennen gehören nach Hollywood", so der Politiker, "nicht auf die öffentlichen Straßen von Suffolk." Laut Polizeichefin Geraldine Hart kamen die Ermittler den Fahrern nach einer "monatelangen Undercover-Operation" auf die Spur.

Die Rennen seien meist spontan über soziale Medien organisiert worden. Seit Oktober rasten Hart zufolge rund 200 frisierte Autos bei insgesamt neun Wettkämpfen in verschiedenen Industriegebieten um die Wette. Zehn "High-End-Sportwagen" habe die Polizei nun beschlagnahmt.

Verbotene Rennserie in Industriegebieten

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„Extrem rücksichtslose“ Rennen

Bei den illegalen Rennen waren viele Wagen laut Hart mit mehr als 160 Kilometern pro Stunde unterwegs.

Die Fahrer hätten ausgenutzt, dass auf den Straßen von Long Island wegen der Corona-Beschränkungen derzeit weniger Verkehr herrsche als üblich. Dennoch beschrieb Hart die Rennen als "extrem rücksichtslos". Denn auch in den Industriegebieten seien Pendler unterwegs gewesen, die überhöhten Geschwindigkeiten der Raser "ließen keine Zeit zum Reagieren".

Die 12 festgenommenen Männer zwischen 19 und 29 müssen sich jetzt wegen illegaler Rennen und rücksichtslosem Fahren vor Gericht verantworten.