Obwohl eine Genehmigung vorliegt

Jüdisches Kunstwerk am Hamburger Hauptbahnhof entfernt

Ein jüdisches Kunstwerk ist am Hamburger Hauptbahnhof entfernt worden
Ein jüdisches Kunstwerk ist am Hamburger Hauptbahnhof entfernt worden.
chc, dpa, Christian Charisius

Dieser Fall am Hamburger Hauptbahnhof sorgt für Verwirrung! Die Hamburger Künstlerin Yohana R. Hirschfeld hängt in der Nacht zu Freitag eines ihrer neuesten Werke an einer Wand direkt an den Gleisbetten auf – mit Erlaubnis der Deutschen Bahn. Es soll den „jüdischen Blick“ auf deutsche Bahnhöfe vor dem Hintergrund des Holocausts zeigen – doch schon nach wenigen Stunden wird es nach Informationen des Hamburger Abendblatts am Samstag wieder abgehängt!

Bild ist Teil einer Aktion

Das Aquarell zeigt zwei Frauen, von der die eine sagt: „This train isn’t going to Auschwitz“ – „Dieser Zug fährt nicht nach Auschwitz“. Die andere Frau antwortet ihr: „Not anymore“ – „Nicht mehr“. Es ist Teil einer Aktion der Jüdischen Gemeinde in Hamburg im Rahmen des Festjahres „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“. Doch das haben Mitarbeiter der Bahn offenbar ganz falsch verstanden. Denn es steht im Raum, dass sie das Bild für rechtsradikal gehalten und es deshalb abgehängt haben.

Bahn spricht von Kommunikationsproblemen - Anzeige fallen gelassen

Künstlerin Yohana R. Hirschfeld – selbst jüdischen Glaubens - habe laut eigener Aussage von der Bundespolizei erfahren, dass die Bahn zunächst Anzeige wegen Sachbeschädigung erstellt hat – deshalb sei das Bild abgehängt worden. Diese ist aber nun fallen gelassen worden. „Es gab jemanden bei der S-Bahn, der das nicht gut fand“, so Hirschfeld. Ein Sprecher der Bahn bedauert den Vorfall, spricht von einem „Fehler in der internen Kommunikationskette“. Man habe sich bei der Künstlerin sofort entschuldigt – das Bild solle so schnell wie möglich wieder aufgehängt werden. (kbü)

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