Nur noch ein Bundesland im Norden liegt drunter

Trauriger Rekord: Schleswig-Holstein knackt erstmals die 1000er-Inzidenz

6117 Coronatests waren in Schleswig-Holstein an einem Tag positiv. Damit stieg die Inzidenz erneut sprunghaft an.
6117 Coronatests waren in Schleswig-Holstein an einem Tag positiv. Damit stieg die Inzidenz erneut sprunghaft an.
© dpa, Uwe Anspach, ua htf

27. Januar 2022 - 13:00 Uhr

von Nils Fischer

Deutschlandweit fallen erneut Höchstwerte: 200.000 Neuinfektionen – die Inzidenz erstmals über 1000. Auch in Schleswig-Holstein wurde die Marke von 1000 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen einer Woche zum ersten Mal überschritten. Nach Angaben der Landesmeldestelle von Mittwoch lag der Wert bei 1008,2. Damit liegt nur noch eins der vier nördlichen Bundesländer unter dieser Grenze.

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Elf weitere Todesfälle - Lage in den Krankenhäusern weiter konstant

Die Zahl der registrierten Neuinfektionen in Schleswig-Holstein stieg deutlich um 6117. Am Mittwoch vor einer Woche waren es noch 5459 neue Ansteckungen gewesen. Die für Corona-Maßnahmen wichtige Hospitalisierungsinzidenz, die angibt, wie viele Corona-Kranke je 100.000 Menschen innerhalb einer Woche in Kliniken kamen, blieb mit 6,25 allerdings fast konstant (Dienstag: 6,36).

Auch bei der Zahl der in Krankenhäusern liegenden Covid-19-Patienten veränderte sich mit 339 kaum etwas - am Dienstag waren es 338. Die Zahl der Covid-19-Erkrankten auf Intensivstationen nahm hingegen wieder um 5 auf 50 zu. Von ihnen mussten unverändert 31 beatmet werden (Stand: 26.01.2022). Ungewöhnlich hoch ist die Zahl der Menschen, die binnen eines Tages im Zusammenhang mit dem Virus starben, sie lag bei elf.

Hamburgs Inzidenz fast doppelt so hoch

Deutlich dramatischer ist die Lage in Hamburg: Hier meldete die Gesundheitsbehörde bereits am Mittwoch eine Inzidenz von über 2.000. Auf den Intensivstationen der Hamburger Krankenhäuser wurden am Mittwoch (Stand 11.15 Uhr) laut dem Register der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und- Notfallmedizin (Divi) 79 Covid-19-Patienten behandelt, drei mehr als am Vortag. 44 von ihnen mussten invasiv beatmet werden. Die Gesundheitsbehörde gab die Gesamtzahl der Covid-19-Patienten in den Kliniken der Hansestadt - Stand Dienstag - mit 552 an. Das waren 22 mehr als am Vortag.

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Höchste Warnstufe in Bremen

Auch in Bremen liegt die Sieben-Tage-Inzidenz deutlich über Grenze von 1000 Neuinfektionen: Mit Stand von Mittwoch gab die Gesundheitsbehörde diese Zahl mit 1438,5 an. In den Bremer Krankenhäusern werden derzeit 149 Personen behandelt, davon 16 auf den Intensivstationen. Zehn müssen beatmet werden. Die Hospitalisierungsinzidenz gibt die Hansestadt mit 18 an – damit befindet sich Bremen in der höchsten Warnstufe. Allerdings bleibt diese Zahl seit einigen Tagen weitestgehend konstant – und sank im Vergleich zum Vortag (18,89) sogar ein wenig ab.

Über 13.000 Neuinfektionen in Niedersachsen

Damit ist Niedersachsen das letzte verbleibende Bundesland im Norden mit einer Inzidenz von unter 1000. Laut Robert-Koch-Institut lag die Inzidenz hier bei 798,8. Innerhalb eines Tages meldeten die Gesundheitsämter 13.535 Neuinfektionen – acht Todesfälle kamen hinzu (Stand 27.01.2022). Die Hospitalisierungsinzidenz gibt das Land Niedersachsen mit Stand von Mittwoch (26.01.2022) mit 7,3 an.