Starb an plötzlichem Herzversagen

Trauer um Tatort-Schauspieler: Abschied von Uwe Bohm im St. Pauli Theater

Gedenkfeier für "Tatort"-Darsteller Uwe Bohm: Promis nehmen Abschied
Uwe Bohm ist Anfang April mit 60 Jahren gestorben.
imago images/Future Image, SpotOn

Im Hamburger St. Pauli Theater haben Familie, Freunde und Kollegen Abschied vom Anfang April verstorbenen Schauspieler Uwe Bohm genommen. Zu der öffentlichen Gedenkfeier kamen am Sonntag auch Schauspielgrößen wie Ulrich Tukur, Hannelore Hoger oder Eva Mattes.

Bekannt als Tatort-Bösewicht

Hannelore Hoger, die mit Bohm Mitte der 1980er Jahre im Deutschen Schauspielhaus in Hamburg auf der Bühne gestanden hatte, würdigte den Verstorbenen als einen "der liebenswertesten Kollegen (...), die ich am Theater kennengelernt habe". Als Schauspieler sei er "großartig" gewesen, "obwohl er von dem Beruf keine Ahnung hatte".

Bohm war Mitte der 1970er Jahre als Teenager von seinem späteren Adoptivvater Hark Bohm entdeckt worden, der 1976 mit ihm auch die Hauptrolle in seinem Film "Nordsee ist Mordsee" besetzte. Später spielte Bohm erfolgreich Theater unter anderem am Schauspielhaus unter Peter Zadek. Einem breiten Publikum war er auch mit Bösewicht-Rollen in Krimis wie "Tatort" bekannt geworden. Unter dem Regisseur Fatih Akin wirkte er im 2016 erschienen Film "Tschick" mit.

Letzte Ruhe auf dem "schönsten Friedhof der Welt"

Quelle: dpa
Eine Frau fotografiert mit ihrem Smartphone die Bühne mit Blumenstrauß und einem Foto des Verstorbenen auf einer Leinwand.
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Bohm sei ein "großer, unverwechselbarer, oft zerbrechlich wirkender Schauspieler" gewesen, "dem immer noch der jungenhafte Charme im Gesicht stand, dem der Beruf aber immer irgendwie fremd blieb", sagte der Regisseur und Theaterleiter Ulrich Waller, der durch die Gedenkfeier führte. "Und genau das war seine Qualität, dass er sich diesen Blick von außen bewahrt hatte."

Uwe Bohm war am 8. April in Berlin im Alter von 60 Jahren unerwartet an Herzversagen gestorben. Seine letzte Ruhe habe er "auf dem schönsten Friedhof der Welt" in Hamburg-Ohlsdorf gefunden und sei somit letztlich doch noch in seine Heimatstadt zurückgekehrt, sagte Waller. (dpa/nfi)