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Theater

Hier gibt es alle wichtigen Informationen zum klassischen Theater nach Aristoteles und zum epischen Theater nach Brecht, zu Drama, Bühne und Ensemble.

Das Theater kannten bereits die alten Ägypter vor mehr als 3.000 Jahren. Berühmt ist das klassische Theater des antiken Griechenlands. Bereits um 335 v. Chr. verfasste der griechische Gelehrte Aristoteles mit seiner „Poetik“unter anderem die erste Theatertheorie. Weshalb ist das Drama, sind Tragödie und Komödie bis heute so beliebt?

Historisches zum klassischen Theater


Der Begriff Theater stammt vom Altgriechischen „theatron“, was in etwa „Schaustätte“ bedeutet. Im antiken Griechenland war das ein offenes Halbrund mit Zuschauerplätzen unter freiem Himmel und einer Bühne. Die Landschaft im Rücken diente als Kulisse. Im Theater aufgeführt wurde das Drama, das sowohl Tragödie als auch Komödie sein konnte. Der griechische Begriff Drama bedeutet schlicht Handlung. Nach Aristoteles ist ein Drama -nicht die Nachahmung von Menschen, sondern von Handlungen und Lebensweisen. Während der Protagonist, der positive Held, oft Hauptdarsteller, in einer Tragödie meist unverschuldet in einen Konflikt gelangt, der am Ende nicht gelöst wird, sind die Helden der Komödie meist lächerliche Gestalten und der Konflikt wird gelöst.

Veränderungen am Theater durch Lessing und Brecht


In der Antike stellten die Schauspieler Stereotype dar, also beispielhafte Charaktere. Mit Masken verdeckten sie ihr individuelles Gesicht. Im szenischen Spiel stellten Protagonist, Antagonist (Gegenspieler) und Chor vor dem Publikum überzeichnete Alltagssituationen dar. Für Aristoteles ging es vor allem darum, mittels Furcht (phobos) und Jammern (eleos) bei den Zuschauern die Reinigung der Seele (Katharsis) zu erreichen. Für Gotthold Ephraim Lessing, einen deutschen Dichter des 18. Jahrhunderts, sollte darüber hinaus Mitleid geweckt werden. Das führte zur stärkeren Individualisierung der Charaktere. Im epischen Theater seit Bertolt Brecht geht es um die gewünschte ethische und politische Veränderung der Gesellschaft.

Was zu einem modernen Theater gehört


Im Gegensatz zum antiken Theater sind moderne Theaterhäuser oben geschlossen. Zu jedem Bühnenstück gehört ein individuelles Bühnenbild, das die Handlung unterstützt und die Dialoge ergänzt. Als Ensemble wird die Gesamtheit der Darsteller eines bestimmten Bühnenstücks bezeichnet. Beim Regisseur liegt die Spielleitung, also die Hauptverantwortung. Der Dramaturg bearbeitet die Theaterstücke. Weitere Mitarbeiter am Theater sind Maskenbildner, Kostümbildner und Souffleure.