Nach Federer, Nadal und Williams sagt nun auch die Deutsche ab

Angelique Kerber muss auf Olympia verzichten

Angelique Kerber in Wimbledon.
Angelique Kerber in Wimbledon.
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15. Juli 2021 - 15:16 Uhr

Viele Titelkandidaten fehlen bei den Olympischen Spielen

Es wurde bereits befürchtet, jetzt ist es bittere Wahrheit: Nach den Topstars Roger Federer, Rafael Nadal und Serena Williams muss nun auch die deutsche Spitzenspielerin Angelique Kerber auf die Olympischen Spiele verzichten. Auch als mögliche Fahnenträgerin fällt sie damit aus.

Kerber: "Entscheidung unendlich schwer gefallen"

Angelique Kerber hatte bis zuletzt noch auf eine Teilnahme gehofft. Nach ihrer Viertelfinalteilnahme 2012 in London und Silber 2016 in Rio de Janeiro wollte die deutsche Topspielerin in Tokio bei ihren wohl letzten Olympischen Spielen noch einmal beherzt nach Edelmetall greifen - doch daraus wird nichts. Ihr Körper, der die frühere Weltranglistenerste zuletzt bis ins Wimbledon-Halbfinale trug, macht nicht mit.

Die 33 Jahre alte dreimalige Grand-Slam-Siegerin, die auch als Fahnenträgerin für die deutsche Mannschaft zur Auswahl stand, gab am Donnerstag ihr Aus für das Weltevent via Instagram bekannt.

"Umso enttäuschter bin ich, mir eingestehen zu müssen, dass mein Körper nach den Strapazen der letzten Wochen dringend Ruhe benötigt und ich erst wieder fit werden muss, bevor die Saison für mich weitergehen kann."

Die Entscheidung sei ihr "unendlich schwer gefallen, und ich bedanke mich bei allen für die Unterstützung", schrieb Kerber. Zuletzt hatte die Kielerin nach ihrem Turniersieg in Bad Homburg in Wimbledon für Furore gesorgt.

Diese Stars werden auch nicht an den Olympischen Spielen teilnehmen

Mit Kerbers Absage verliert das olympische Tennisturnier in Tokio weiter an Qualität. Auch die Topstars Roger Federer (Schweiz), Rafael Nadal (Spanien) und Serena Williams (USA) hatten neben weiteren hoch eingeschätzten Profis abgesagt. Der Tourdominator Novak Djokovic grübelt noch. "Ich glaube erst, wenn er in Tokio landet, dass er Olympia spielt", sagte Boris Becker über seinen früheren Schützling im Eurosport-Podcast "Das Gelbe vom Ball". (jma/sid)