Toilettenpapier

Diese Spätfolgen haben die Klopapier-Hamsterkäufe aus dem ersten Corona-Lockdown

Papierbranche verkauft weniger Klopapier.
Papierbranche verkauft weniger Klopapier.
© dpa, Rene Traut, mg tba kay fgj hjb

27. April 2021 - 11:10 Uhr

Deutsche Papierfabriken spüren ein Jahr später die Folgen der Hamsterkäufe

Im ersten Lockdown war es das Corona-Phänomen: Die Deutschen hamstern Klopapier. Die Regale in Supermärkten und Drogerien leer, jede neue Lieferung nach Minuten vergriffen. Die Folgen der Hamsterkäufe des vergangenen Jahres bekommen Papierfabriken immer noch zu spüren.

​+++ Alle aktuellen Informationen zum Coronavirus finden Sie in unserem Live-Ticker auf RTL.de +++

Toilettenpapier für alle: Die Lager der Händler sind voll

Nach Beginn der Pandemie deckten sich viele Verbraucher massenhaft mit Hygienepapier ein, vor allem mit Klopapier. Die Händler orderten daraufhin große Mengen - und haben sie teilweise noch immer im großen Stil auf Lager. Dadurch wiederum bestellten sie zuletzt deutlich weniger bei deutschen Papierfabriken: Im ersten Quartal 2021 sank der Hygienepapier-Absatz dieser Firmen im Vergleich zum Vorjahresquartal um 8,1 Prozent, wie der Verband Deutscher Papierfabriken (VDP) mitteilte. Zu Hygienepapieren gehören Klopapier, Küchenpapier und Taschentücher.

Die anderen beiden Trends in der Branche setzten sich fort: Im Digitalzeitalter ging der Absatz von grafischem Papier - etwa Zeitungs- und Druckerpapier - erneut deutlich zurück, und zwar um 12,1 Prozent. Auf der anderen Seite stieg der Absatz von Papieren und Kartons für Verpackungen wegen des Booms im Online-Handel um 6 Prozent.

Der Branche mit ihren rund 40.000 Beschäftigten in Deutschland machen steigende Rohstoffkosten zu schaffen. So haben die führenden Hygieneartikel-Hersteller bereits Preisanpassungen angekündigt. und knapper Frachtraum in Containerschiffen zu schaffen.

Quelle: DPA / RTL.de